Das Wochenbuch – Eintrag vom 19. November 2017

In den letzten zwei Wochen musste ich lernen, dass es Probleme in deutschen Haushalten gibt, die offenbar über super-duper-mega-coole-innovative Produkte gelöst werden können – oder eben auch anders!
Der Papiertaschentuch-Hersteller Tempo® brüstet sich mit dem Slogan “Tempo rettet deinen Tag” und meint damit nicht den (typischen Herbst-)Erkältungs-Schniefnasen-Tag, sondern den Wasch-Tag. Das neue Tempo® ist nämlich “waschmaschinenfest”, ergo nach 2 Stunden Schleudertrauma in der Waschmaschine, kein Haufen Fetzen, der an der Kleidung klebt, sondern noch viereckig und intakt. Voll krass oder?  Ein Taschentuch, das das Waschen aushält! Das gab es noch nie, oder?

Hätte Ur-Ur-Oma schon eine vollautomatische Waschmaschine besessen, hätte sie bestimmt den Vergleichstest mitgemacht und sich kaputtgelacht, warum man extra ein Taschentuch erfinden muss, das Waschen aushält, wenn ein “normales” Taschentuch das sowieso kann!
WP_20171117_13_37_31_ProJa Leute, Taschentücher waren bis zu dem Tag, an welchem sie zum Wegwerfprodukt degradiert wurden, grundsätzlich waschfest! Logisch, Taschentücher sind nämlich eigentlich aus Stoff: weich, reißfest, liebevoll gestaltet und personalisiert, langlebig und nach einer 90°-Wäsche genauso schön wie vorher und garantiert keimfreier, als ein Papiertaschentuch, dass man sich von einem (verschnupften) Mitstudenten in der Vorlesung schnorrt.
Als die Groschenhexe beschloss, den Müll in ihrem Haushalt zu reduzieren, wurden gleich zu Anfang die Papiertaschentücher durch verschiedene, schlichte, bunte, große und kleine Stofftaschentücher ersetzt. WP_20171120_11_57_43_ProJetzt in der Schnupfenzeit, sind sie regelmäßig mit in der Kochwäsche dabei und, da sie innerhalb von 2-4 Stunden meist trocken sind, auch fix wieder einsatzbereit. Damit sich keine Keime durch die Taschentücher verbreiten, landen benutzte Tücher statt im Müll in einer eigenen “Stofftaschentücher”-Box auf unserer Waschmaschine und werden mit dieser einfach in die Waschmaschine gekippt, 60-90°-Waschgang und zack wieder “wie neu”. Angesichts dieser unschlagbaren Eigenschaften und der entsprechenden Ökobilanz, konnte ich über die neuen Werbespots von Tempo® nur schmunzeln.

WP_20171117_12_59_50_ProSichtlichen Spaß hat auch unser neuer Mitbewohner WP_20171117_12_54_44_Pro“Pappi”, der Papiermülleimer, ein neuer Freund von Resti.  Spätestens nach dem Bastel-Erfahrungsbericht: Etagentopf selber basteln in zwei Varianten wissen Groschenhexe-Leser, dass man aus den Blumeneimern vom Floristen eine Menge machen kann. In eurem Fall hier einen Abfalleimer – und das für lau!

Wo wir gerade bei Müll sind: Vor etwas mehr als einem Jahr fing die Groschenhexe-Familie an, ihren Müll zu reduzieren und immer mehr plastikfrei und zerowaste zu leben. Inzwischen konnten wir unsere Menge von Gelben Säcken von 2 ½ – 3 Säcken in zwei Wochen auf 1 – 1½ Säcke schrumpfen. Und – so einfach es klingen mag – Müll richtig sortieren ist dabei eine alltägliche, grundlegende Tätigkeit. WP_20171114_07_05_40_ProDas heißt, das auch Verpackungen aus Papier, die nur nur ein Sichtfenster aus Plastikfolie haben, in ihre Bestandteile zerlegt werden. Macht vielleicht etwas Arbeit, aber es lohnt sich!

Lohnen sollte sich eigentlich auch die ganze Arbeit, die wir vor fast zwei Monaten in die Herstellung unseres ersten, selbst gemachten Sauerkrauts gesteckt hatten. Aber leider ist uns die Wasserrille des Gärtopfes ausgetrocknet, Flüssigkeit im Topf verdunstet und Voilá: dieses Wochenende haben wir festgestellt, dass unser Sauerkraut ganz verdorben ist. Es geht halt auch im mer wieder mal was schief, nicht? Unsere verloren geglaubten Laternenstäbe sind vor ein paar Tagen wieder aufgetaucht – natürlich ist St. Martin längst vorbei!

WP_20171118_18_43_48_ProEtwas mehr Glück hatten wir aber mit dem Wetter – nicht dass ich Herbst-Niesel-Regen-Sturm-Wetter mag, aber da wir bis jetzt selbst nachts keinen Frost hatten, sind unsere zahlreichen Endivien (das ist eine Salatsorte, für alle die davon noch nie gehört haben) noch nicht erfroren. Ergo gab es die Tage Endiviensalat mit Dressing aus selbstgemachtem Joghurt.

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Danke an real,- und seine Sammelaktion “Mein kleiner BIO-Garten” – allein das Töpfchen mit Endiviensamen hat sich voll gelohnt! Endlich gab es diesen Sommer mal eine Sammelaktion, die wirklich praktisch, lehrreich und hilfreich war!

saftWer keine Endivien auf der Terrasse hat, muss nicht traurig sein, Gesundes geht auch ganz einfach mit Zutaten aus dem Supermarkt: (Saft)-Orangen kaufen, mit einer Zitronenpresse auspressen, eventuell noch etwas Wasser und ggf. Zucker dazu und frischer Orangensaft steht auf dem Tisch.
Das macht sogar Kindern eine Menge Spaß und ist ein schöner Zeitverteib an trüben Tagen.

Der Herbst geht aber nun so langsam zuende – die Handschuhe wurden aus dem Schrank befreit und vor ein paar Tagen roch es sogar schonmal draußen nach Schnee. Die Wochenbuch-Reihe kommt mit diesem Beitrag auch zu einem Schlusspunkt: ihr habt in diesem Jahr jede Jahreszeit in Wochenbuch-Einträgen erlebt, habt die Groschenhexe-Familie monatelang begleitet und durftet in unseren Alltag reinschnuppern.
Auch im kommenden Jahr werden Beiträge zum Alltag der Groschenhexe geschrieben werden, aber ob wöchentlich, steht noch in den Sternen. Wer also weiter neugierig ist, schaut fleißig auf die Webseite oder fragt den Sternendeuter seines Vertrauens.
Bis denne, Eure Groschenhexe!

Der vollkommen unperfekte Wochenbuch – Eintrag vom 05. November 2017

WP_20171015_12_50_53_ProEigentlich wollte ich am 8. Oktober den zweiten Herbst-Wochenbucheintrag verfassen – ja, krass, vor mehr als einem Monat – aber irgendwie kam es nicht dazu.
Erst war ich auf Familienbesuch mit kaum Internetverbindung vor Ort, dann wurde Junior krank, dann kam der Landtagswahl-Sonntag, Juniors 3. Geburtstag, gutes Wetter – bei dem man lieber draußen was schaffen wollte/sollte –  und dann trübes Wetter – bei dem ich wie in jedem Herbst durchhänge und mich schwer zu was aufraffen kann, Schlafmangel, weil unser alter, kranker Hund mich plötzlich früh morgens jaulend aufweckt und mich um den Schlaf bringt, nochmehr Schlafmangel, weil viel im Haushalt liegen bleibt und ich erst spät ins Bett komme und noch mehr Schlafmangel, weil unser Hund die Zeitumstellung nicht mitbekommen hat und mich nun jeden Tag noch eine Stunde eher weckt…

Klingt nicht optimal? Klingt nach Alltag?  Willkommen im Leben!

WP_20171015_11_26_28_ProIn all dem chaotischen Hin- und Her, Termin-Wirr-Warr, dem raschelnden Laub, zwischen Malzkaffee am Laptop, Wäsche waschen, Daumen-Drücken für das Projekt Elbwolle, Blumenkohl-Ernten, Resti-Comic-Einscannen, Hundchen schmusen, Plakate für Chor-Konzerte entwerfen, sich bei dm-Mitarbeiter beschweren und Uhren umstellen … bewegt sich das Leben der Groschenhexe, auf und ab, mit Höhen und Tiefen.

Mein Leben ist genauso wenig perfekt wie deins und deins und deins…wie unser aller Leben.

Wochenbuch-schreiben geht halt nicht im Schlaf und hatte die letzten Wochen keine Priorität – schlimm? Ich denke nicht!

IMG-20171017-WA0002In den letzten Monaten konntet ihr im Wochenbuch sehen, wie die Groschenhexe im Alltag Geld spart, Produkte testet, zero-waste zu leben versucht, sich als Selbstversorger versucht, mit der Familie Karibik-Urlaubsfeelig in Deutschland genießt, bastelt, bäckt, kocht oder neue Orte erkundet und immer gab es etwas Positives, was man aus diesen Beiträgen für sich als Leser mitnehmen konnte. Eine Inspiration, ein Rezept, eine Bestätigung für das eigene Tun, ein Lächeln usw.

Und was ist die Quintessenz aus diesem Wochenbuch-Eintrag?
Genau! Das man auch mal etwas nicht so laufen darf wie geplant, das man auch mal andere Prioritäten setzen darf und sollte, das halt nichts perfekt sein muss!
Nicht im der Leben der Groschenhexe und nicht in deinem Leben!

Und gerade wenn einem im Moment alles zu viel ist, alles schief läuft, der Stress rekordverdächtige Pegelwerte erreicht oder das Herbstwetter depressive Verstimmungen bringt, lohnt sich der Blick auf die kleinen Glücksmomente, die paar Dinge, die einfach passen und die kleinen Dinge, die einem Freude bereiten. So wie diese:

WP_20171003_18_41_05_ProBeim Duplo-Spielen mit den Kindern entsteht eine Milchtankstelle mit Gemüsegarten. WP_20171013_16_34_30_Pro Schmetterlinge auf Herbstastern in Nachbars Garten. WP_20171014_17_33_38_Pro Ein neues Erdbeerbeet angelegt fürs nächste Jahr.
 WP_20171020_003Beim letzten Rasenmähen entdeckte ich Kartoffelpflanzen am Kompost.  WP_20171020_002Mit Kartöffelchen dran! Hatte ganz vergessen, dass ich unter den Grasmulch am Kompost ein paar Kartoffelknollen gelegt hatte!  IMG-20171020-WA0001Also unerwartet eine Kinderportion Minikartoffeln. :)

WP_20171015_12_50_47_ProWP_20171015_12_46_00_ProAm Wahlsonnstag haben wir das Auto stehen lassen und sind mit Dreirad und Kinderfahrrad bewaffnet mit den Kindern zu Fuß zum Wahllokal gelaufen. Ist besser für die Umwelt, wir haben frische Luft, Sonne und raschelndes Laub genossen und danach ein müdes Kleinkind protestlos zum Mittagsschlaf hingelegt.

IMG-20171017-WA0005WP_20171015_11_28_26_ProAn meiner Physalispflanze (Andenbeere) sind die ersten Früchte gereift und schmeckten so süß wie Gekaufte.

 

WP_20171024_18_47_36_ProAlle kleinen Kartoffeln aus der diesjäjrigen Ernte wurden halbiert, geviertelt und im Ganzen… WP_20171024_19_17_47_Proin Pflanzenfett frittiert… WP_20171024_19_42_26_Pround mit selbstgemachtem Kräuterquark verputzt.

pitti geb transObwohl er mich neuerdings frühmorgens um den Schlaf bringt, kann ich meinem Hund nicht böse sein, denn am 1. November ist er 16 Jahre alt geworden (das Alter in Hundejahre errechnet euch mal selber ;) ).

Bis zum nächsten Wochenbuch-Eintrag!

Das Wochenbuch – Eintrag vom 02. Oktober 2017

Der Herbst in bereits im vollen Gange und nun erwacht auch das Wochenbuch aus der Spätsommerpause, eine Woche später als geplant, denn am Wahlsonntag war Deutschland mit anderen Dingen beschäftigt.

WP_20170927_15_20_29_ProDiese Woche stand Gartenarbeit auf dem Plan – allerdings nicht im Groschenhexe-Garten, sondern im Kindergartengarten. Ihr habt richtig gelesen und nein, es ist kein Schreibfehler!
“Unser” Kindergarten darf einen kleinen Schrebergarten bewirtschaften, das heißt, dass die Kinder zusammen mit den Erziehern dort Gemüse und etwas Obst anbauen.

Und warum? Gemüse kann man doch auch im Supermarkt kaufen, oder?
WP_20170927_15_19_51_ProWP_20170927_16_04_53_ProKann man und das machen auch die meisten Menschen hierzulande, ergo auch Kinder. Das führt aber dazu, dass immer mehr Menschen nicht mehr wissen, wie und wo Gemüse und Obst wachsen, wie süß z.B. frisch geerntete Erbsen schmecken oder dass Tomaten nicht nur rot, sondern auch gelb, orange oder schwarz sein können.

Das Essen wächst nicht im Supermarkt! Also Zeit, dass Kinder wieder lernen, wie man Möhre und Co. selber anbaut, am besten gleich von klein auf im Kindergarten.
Da die Kinder in den Sommerferien natürlich nicht gärtnern konnten, war das Beet in unserem Kindergarten-Garten zugewachsen. Zusammen mit einer anderen Mutter, einem Kind und drei Erziehern hat die Groschenhexe also angepackt: Unkraut jäten, Himbeeren eingepflanzen und ein Weideniglu bauen.
Zum Schluss waren wir alle erstaunt, wieviel wir in zwei Stunden mit vereinten Kräften geschafft haben.

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So wird aus den abschnittenen Weiden-
ästen aus dem Groschenhexe-Garten
ein lebendiges Kinder-Iglu.

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Falls ihr auch Kinder habt oder betreut, gerne gärtnert, etwas Zeit oder Geld zu vergeben habt oder einfach nur wichtig findet, dass eure Mitmenschen wissen wo gesundes Essen herkommt, dann sucht euch Initiativen, Vereine oder Projekte und sorgt dafür, dass Kinder gärtnern können. Wenn Schulen oder Kitas selbst nicht die Möglichkeiten und Gärtnererfahrungen haben, helfen Projekte wie z.B. die GemüseAckerdemie oder Villekula bei der Umsetzung.

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WP_20170927_18_24_56_ProIm Garten der Groschenhexe war in diesen ersten Herbsttagen auch noch einiges zu tun, Brombeeren und Herbsthimbeeren wollten geerntet werden und das vom Sturm zerfetzte Foliengewächshaus musste abgebaut und die Paprika- und Tomatenplanzen in der warmen Wohnung untergebracht werden. Ehe wir es uns versahen, waren die Fensterbänke und freien Plätze mit Blümenkübeln belegt. Ich mache das jeden Herbst und rette so einige Tomatenpflanzen vor dem Erfrieren und habe oft frische Tomaten bis ca. Weihnachten und Paprika das ganze Jahr.

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kohlEigentlich sollten jetzt im Herbst eigene Weißkohlköpfe aus dem Garten als Sauerkraut in unserem neuen Gärtopf enden, aber die Nacktschnecken haben uns den Kohl nicht gegönnt und uns nur Weißkohl in “Schweizer-Käse-Optik” hinterlassen.
Mein eigenes Sauerkraut wollte ich aber trotzdem herstellen, also habe ich das Sonderangebot im Supermarkt (10kg-Netz Weißkohl) genutzt und am Wochenende haben wir zuhause mit vereinten Kräften geschnitten,
gesalzen, gestampft, gestampft, gestampft, geschichtet und gehofft, nicht falsch gemacht zu haben.

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Für alle, die denken, das ist super kompliziert: von wegen! Weißkohl, Salz, ggf. Wasser – mehr braucht man eigentlich nicht. Auch einen Gärtopf muss man nicht zwangsläufig besitzen, denn man kann Sauerkraut einfach im  Bügel- oder Schraubglas machen.

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Weil wir zum Schluss mehr Kraut hatten, als in den Gärtopf passte,
haben wir die “Schraubglas”-Variante auch noch ausprobiert.

Video-Anleitungen, die wir hilftreich fanden, waren übrigends von der “SurvivalAkademie“, “Selbstversorger Rigotti” (für Gärtopf) und “Barefoot Coaching” (für Einmachgläser), für alle die es auch mal versuchen wollen! Traut euch, es lohnt sich!

Am Sonntag roch es bereits verführerisch in der Küche nach Sauerkraut und wir waren total gehypt und dachten das wird ein super Wochenbuch-Eintrag mit durchgehend positiven Themenpunkten.
Dann kam der Montagmorgen… ich wollte meine Pflanzen im Fensterbrett gießen und wunderte mich, warum die Blätter der Tomaten so bronzefarben und vertrocknet waren – Tomatenrostmilbe. Da dagegen offenbar kaum ein Kraut gewachsen ist, konnte ich meine befallenen Tomatenpflanzen komplett wegwerfen und damit gut ein Drittel aller Pflanzen oben auf den Fotos. Wohl doch kaum oder auch keine Tomaten im Advent, schade.
   
Mal sehen was die kommenden Tage bringen. Bis bald!

Das Wochenbuch – Eintrag vom 20. August 2017

WP_20170809_21_09_47_ProWP_20170811_09_03_56_ProEs ist schon zwei Wochen her, seit dem letzten Wochenbucheintrag, also gibt es jetzt zur Abwechslung praktisch mal einen 2-Wochen-Bucheintrag. Aber keine Sorge doppelte Länge gibt es dafür nicht! ;)

So abwechslungsreich wie das Wetter in den letzten 14 Tagen war (Sommer-Sonnen-Wetter bis Starkregen und kalte Herbstluft), könnte man denken es wäre April. Aber spätestens im Garten merke ich, dass Sommer sein muss: die Sonnenblumen blühen – selbst bei strömendem Regen und es ist Ernte angesagt.

Also kamen frische Bohnen, Möhren & Kartoffeln auf den Tisch, die ersten Tomaten auf den Teller, Brombeeren landeten gleich im Mund und Petersilie im Gefrierschrank für die kalte Jahreszeit.
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Selbst die mickrigen Kohlrabi wurden aus der Erde gezogen und freudig verspeist, auch wenn es kaum mehr als ein Häppchen war – nicht immer klappt alles. Gerade deswegen finde ich es gut, wenn Kinder (und auch Erwachsene) im Garten etwas anbauen: man lernt mit Rückschlägen zu leben und dass nichts perfekt ist. 

Aber trotz Erntefreuden und Gärtnerglück, 100%-Selbstversorger sind wir nicht und so stand diese IMG-20170815-WA0002Woche die Groschenhexe wie so oft mit Einkaufswagen und Einkaufsliste im Supermarkt. Neben den üblichen Dingen wie Milch, Käse, Wurst oder Bananen standen dieses Mal aber auch viele optionale Produkte auf dem Einkaufszettel : Artikel mit Cashback (Geld-Zurück-Aktion).
Mit solchen Gratis-Testen-Produkten kann man effektiv gratis einkaufen, denn gegen Vorlage des Kassenbons, ggf. Aktionscodes und den Kontaktdaten bekommt man vom Hersteller den Kaufbetrag erstattet. Da die Aktionen zeitlich und auf eine max. Einlöseanzahl pro Person oder Haushalt begrenzt sind, lässt sich so natürlich nicht der übliche Wocheneinkauf decken. Man kann aber so einiges an Geld damit sparen  oder zumindest sich zur Abwechslung Produkte leisten, die man sonst nicht gekauft hätte.
Die Ausbeute dieser Woche sieht man auf dem Foto: Waschmittel, löslicher Kaffee, Pasta + Soße, 2 Sorten Käse, 4 verschiedene Schoko(pudding)desserts und Kräuterbonbons. (Zum Nachmachen gibt es alle Details und Infos → in einem gesondertem Beitrag).

Für manche Leute ist der Aufwand, den Kassenbon zu fotografieren, die Daten online (oder per Post) zu übermitteln und Tage bis Wochen lang auf die Erstattung zu warten zu groß, weil diese denken, für die paar Euro sollte man sich nicht so eine unnötige Arbeit machen. Jedem seine Meinung, aber ich finde, gerade für Haushalte mit wenig Einkommen sind Cashback-Aktionen eine lohnenswerte Sache. Der oben abgebildete Einkaufswageninhalt hat einen Einkaufspreis von 20,90€ – jetzt frage man sich, wie lange hätte ein Arbeiter mit Mindestlohn arbeiten müssen, um das alles kaufen zu können? Mehr als zwei Stunden und so lange braucht mit Sicherheit keiner, um die entsprechenden Daten plus Bon online einzugeben! ;)

WP_20170813_09_12_24_ProGeld sparen durch Kostenloses, z.B. auch gratis Malvorlagen zum Selberausdrucken für Junior (statt teueres Malbuch), ist aber nur ein Aspekt des Groschenhexe-Alltags.
IMG-20170812-WA0002Da die Kinder in den Sommerferien plötzlich wieder einmal gewachsen sind, waren neue Anziehsachen und auch Schuhe vonnöten. Würden wir alles neu im Geschäft kaufen, wäre das Haushaltsgeld bestimmt in Sekundenschnelle weg. Die Lösung: Gebrauchtes kaufen – und nein, das heißt nicht abgetragende Fetzen und kaputte Schuhe! Kinder sind aus Sachen oftmals so schnell herausgewachsen, dass sie kaum benutzt wurden, viele private Verkäufer haben also somit auch neuwertige, ja sogar teilweise unbenutzte Artikel im Angebot.
Da lohnt sich der Blick auf Flohmärkte, Kinderkleidermärkte, Kleinanzeigen-Portale, Auktionshäuser oder Verkaufsportale – für unsere Große gab es somit diese Woche “neue” lila Fußballschuhe (gleiche Marke, nur eine Nummer größer) für weniger als 1/3 des Originalpreises in kaum benutzem Zustand.

WP_20170818_11_51_44_ProWenn aber Geld sparen und Selbstanbau den Kontostand nicht am Abfallen hindern und die Auftragslage im Freiberuf mal mau ist – dann sitzt die Groschenhexe wie die letzten Tage zuhause, macht Fotos , tippt fleißig am PC
und versucht etwas zu Verkaufen.
Ausgelesene Bücher, aussortiertes Kinderspielzeug, die zu klein gewordene Kinderkleidung… im Groschenhexe-Haushalt fand sich so einiges, was nicht mehr benötigt wird und noch gutes Geld wert ist (bzw. gegen anderes getauscht werden kann). Auf Ebay, ebay-kleinzeigen, Verschenke-Seiten und (meiner neuesten Entdeckung:) Mamikreisel landeten Fotos und Beschreibung der Sachen und schnell fanden sich auch erste Abnehmer. Da waren die Fußballschuhe der Großen schnell refinanziert.
WP_20170819_16_00_24_Pro(Für Kinderkleidung und Spielzeug kann ich vor allem allen Eltern – nicht nur Müttern! – Mamikreisel empfehlen: seriös, einfaches Einstellen, die richtige Zielgruppe und sichere Transaktionen. Insbesondere für noch sehr gut erhalte Sachen findet man dort einfach einen neuen Besitzer.)

Na, habt ihr Lust jetzt auch etwas gratis einzukaufen oder auszumisten und zu verkaufen? Kleiner Tipp: Hebt euch das vor allem für die trüben (Regen)tage  auf und genießt noch etwas die Spätsommer-Sonne! (So wie ich und unser Hundeopa hier.)

Das Wochenbuch macht jetzt einen Monat Pause, wir lesen uns im Herbst wieder!
Bis denne!

 

Das Wochenbuch – Eintrag vom 06. August 2017

ne Woche ist wieder vergangen und die Sommerferien sind vorbei und für Junior und die Nachwuchshexe ist wieder Kita- bzw. Schulalltag. Zwar waren die Ferien schön, ereignisreich und man hatte mehr Zeit zusammen als Familie, aber der Alltagstrott hat doch auch was für sich, ist planbar und für die Groschenhexe ist jetzt vormittags wieder etwas Ruhe und Zeit zum “Arbeiten” (Webseite bearbeiten, im Garten werkeln, Hausarbeit, Schlaf nachholen, freiberuflich arbeiten…).

Bevor ich zu unserem “Hauptthema” dieses Wochenbuch-Eintrags komme,Bilder, die thematisch etwas aus der Reihe tanzen, die ich euch aber nicht vorenthalten will:

IMG-20170801-WA0001Endlich mal ein Foto gemacht vom verpackungsfreien Einkauf beim Bäcker. Einziges Muss: ein sauberer Stoffbeutel und eine kundenfreundliche Bäckerei.
Einfach fragen, ob die Brötchen/das Brot auch in den eigenen Beutel gepackt werden können und schon spart man sich Papiertüten für die Mülltonne und zudem spart der Bäcker selbst Kosten (für Tüten).
WP_20170801_15_59_24_ProDiese Woche haben wir die “Fleischlos Glücklich”-Variante der Knödel von Knödelkult ausprobiert mit Schweinebraten und Möhrengemüse und waren auch von dieser Sorte hin und weg.

Okay, Ausreißer vorbei, ab zum Wesentlichen: diese Woche will ich euch etwas über vorrausschauendes Einkaufen und Finanzplanung erzählen.
Klingt langweilig? Finde ich nicht, denn “einen Plan” zu haben, ist immer von Vorteil . egal ob es um Freizeitplanung oder den Überblick über den eigenen Geldbeutelinhalt geht!

Wie fleißige Leser bereits wissen, versucht die Groschenhexe-Familie umweltbewusst und geldsparend zugleich zu leben! Das heißt: wir als Familie überlegen uns, was wir, wo, wie und wann einkaufen und versuchen dabei immer auch an die Umwelt zu denken. (Wie uns das bisher gelingt, könnt ihr im neuen Beitrag: Was, wie, woher? Lebensmittel nachhaltiger konsumieren lesen. Der hätte hier zwar auch thematisch, aber platzmäßig nicht mehr reingepasst.)

Um nicht ziel- und planlos einzukaufen, sollte man vorher Punkte beachten:

Was benötige ich (wirklich) und was möchte ich kaufen?
→ dafür Vorratsschränke durchsehen

→ (alle) Haushaltsmitglieder nach Wünschen und Ideen befragen
→ sich überlegen, was man z.B.  die kommenden Tage essen und trinken möchte (ggf. Essenplan machen)
→ am Schluss einen Einkaufszettel schreiben
→ Stoffbeutel/Einkaufskiste/Vorratsbehälter mitnehmen

Was bekomme ich wo am besten? (da preisgünstig/biologisch/müllfrei/innovativ usw.)
→ auf dem Einkaufszettel (farbig) zu jedem Artikel hinschrieben woher und dann einen “Fahrplan” machen [z.B. erst in Garten (Salat ernten), dann Bioladen (5 Artikel), dann Supermarkt (7 Artikel)]

Beim Einkauf an die Liste halten (ja das fällt den meisten – auch uns – am schwersten)
→ Fahrplan einhalten (sonst kauft man z.B. Salat im Supermarkt und hat später im Garten weiteren der dringend geerntet werden muss…)
→ keine (okay, realistisch: kaum) Spontankäufe
→ alles abstreichen was besorgt wurde, damit man nichts von der Liste vergisst

Wie geht das im Groschenhexe-Alltag? Zum Beispiel: Anfang der Woche wollte unser alter Hund mal wieder schlecht sein Futter essen. Da hilft meist nur eins: Geheimwaffe Hühnerbrühe mit Reis – sein Lieblingsessen. Im Hundefutter ist genaugenommen auch Huhn und Reis, aber wie bei uns Menschen: das Auge isst mit bzw. beim Hund die Nase!
Also musste Hühnerbrühe her und da lohnte es sich doch gleich für die ganze Familie zu kochen: Hühnersuppe mit Reis für uns Menschen und die reine Brühe mit Reis für Hundi.

WP_20170803_15_08_53_ProAuf den Einkaufszettel kamen also daher u.a. ein ganzes Huhn und Möhren. Reis haben wir dank Großpackung immer für Monate vorrätig und anderes Gemüse und Kräuter (Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerieblätter, Petersilie) gab es von Terrasse und Garten – da nehmen wir einfach alles was gerade da ist. So schmeckt keine Suppe bei uns gleich, denn je nach Jahreszeit und Ernteerfolg landet anderes Gemüse im Topf.

WP_20170803_15_08_20_ProDa wir gleich einen ganz großen Topf mit Suppe gekocht haben (,die Brühe für Hundi wurde am Anfang abgezweigt,) und nicht tagelang nur Suppe essen wollen, wurde ein Teil sofort heiß in Schraubgläser abgefüllt (eingemacht).
So haben wir für ein anderes Mal gleich fertige Suppe parat, wenn es mal schnell gehen muss.

WP_20170803_15_09_07_ProUnsere formschöne Kelle mit S-förmigen Halteknick (2 cm lang) kann ich übrigends nur wärmstens empfehlen, hab ich beim Ökoversand waschbär.de entdeckt. Endlich rutscht mir die Kelle nicht mehr im Topf in die heiße Soße oder Suppe und der Deckel geht auch mit Kelle am Rand meist richtig zu. Diese € nochwas waren definitiv gut angelegt.

Egal ob man sich aber eine Suppenkelle, Lebensmittel oder eine neue Hose kauft irgendwann guckt man genervt auf den Kontostand oder ins Portemonnaie und denkt:WP_20170807_21_27_32_ProDas geht nicht nur mir, dir, euch und unseren anderen Zeitgenossen so, dass Problem hatten auch schon unsere Eltern und Großeltern (und die Generationen davor bestimmt auch ;) )! Was also tun?
Sich einen Überblick verschaffen! Haushaltsbuch führen!

WP_20170807_21_27_00_ProDas ist doch echt nur was für gelangweilte Hausfrauen, Geizhälse oder Menschen, die  Tage die Woche nur konsumieren ohne Nachzudenken – das dachte ich damals noch und dann…
200 : Hei
rat und 1. Kind – ab ins Famgeld wegilienleben mit Chaos, Freude, Schlafmangel, Neuanschaffungen und schwupptiwupp war das Jahr zu Ende und ich fragte mich:

WP_20170807_21_37_28_ProAlso fing ich 200 auch an Haushaltsbuch zu führen und war froh, dass die Sparkasse seit Jahrzehnten schon Haushaltsbücher kostenlos zur Verfügung stellt (ein altes Exemplar habt ihr ja oben bereits gesehen) und erklärt, wie so ein Buch geführt wird.WP_20170807_21_34_55_Pro

Man bekommt durch ein Haushaltsbuch nicht nur eine Übersicht darüber, wohin das ganze Geld verschwindet, sondern lernt Stück für Stück Geld zu sparen und zu planen, wieviel man für etwas ausgeben möchte.

Ganz ehrlich, ohne dieses Haushaltsbuch wäre die Groschenhexe heute nicht dort, wo sie jetzt ist! Geld sparen, alternative Geldquellen suchen, Alternativen ausfindig machen und alle meine Tipps für Eltern, Familien und Jedermann zusammensuchen – auf diesem Weg hat mich das Haushaltsbuch stets begleitet. So auch diese Woche.

WP_20170807_21_40_28_ProkEs war Monatswechsel, Zeit, die Abrechnung für den Juli zu machen und dieses Mal kam dabei Freude auf! Unsere “Einsparungen” im Lebensmittelbereich durch Selbstversorgung, Vorratskäufe und gezieltes Einkaufen zeigten deutlich Wirkung und es blieb am Ende ein deutliche Plus in der Haushaltskasse!

Nein, ich zeige euch jetzt nicht das genaue Aussehen der Einträge vom Juli, dafür dürft in einen exklusiven Blick auf die noch fast leeren Seiten vom August werfen (der Bäckereinkauf vom Anfang des Wochenbucheintrags steht nur bisher drin).

Zum AbscWP_20170806_17_53_30_Prokhluss der Woche haben wir uns übrigends auch mal etwa gegönnt und waren alle in einem mobilen Hüpfburgenpark, der derzeit in der Gegend gastiert. Billiger als ein großer Freizeitpark, übersichtlich, nicht zu voll und jede Menge Hüpfespaß für alle!

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Das Wochenbuch – Eintrag vom 31. Juli 2017

Der 1. Teil dieser Woche: (wer Ansichtprobleme hat hier als pdf-Version wochenbuchcomic)

wochenbuchcomic kleiner

Teil 2:

WP_20170728_11_20_37_ProWP_20170727_16_58_57_ProDie frisch geernteten Kartoffeln landeten gleich als Kartoffelbrei auf dem Teller zusammen mit Paprika vom Fensterbrett, Zucchini von der Terrasse und grünen Bohnen aus dem Etagentopf.

Das hat so gut geschmeckt, dass es heute am Montag schon wieder Bohnengemüse und Kartoffelbrei gab. Dummerweise machen sich die Bohnen nicht von alleine, also schnippeln.WP_20170731_11_43_38_Pro

Ich seh’ so richtig begeistert aus, oder?!

Petersilie hab ich die Tage auch geerntet, einen riesigen Berg aus einem kleinen Balkonkasten, das reicht eingefrostet eine ganze Weile.

WP_20170730_15_45_55_ProVorrausschauend eingekauft habe ich übrigends auch mal wieder (Gratis-Testen-Aktion genutzt). Und dann natürlich wieder Butter machen, gehört schon fast zum Alltag und weil das Kind dabei auch noch Spaß haben will, wird halt die Sahne mit Musik geschüttelt (guckste Video ;) ).
Ein wenig Unkrautjäten war heute zeitlich auch drin.

cashbackna losAlles in allem eine recht ruhige Woche, mal sehen wie die nächste wird.
Gerade muss ich schneller tippen, da hinten braut sich ein Gewitter zusammen! Bis denne!

WP_20170726_15_00_15_ProDas Schütteln hat sich gelohnt… WP_20170726_19_19_51_Pro:) !

Das Wochenbuch – Eintrag vom 23. Juli 2017

Manchmal überlege ich, was aus meinem Alltag überhaupt interessant ist, lesenswert, Wochenbuch-tauglich und passend zu den Themen der Groschenhexe-Webseite und hatte auch in dieser Woche zunächst das Gefühl und die Angst, dass sich Alltag an Alltag reiht und ich nichts passendes am Wochenende zu schreiben hätte.

WP_20170718_11_07_57_ProUnd doch, oh Wunder, jedes Mal stelle ich verblüfft fest, dass es etwas zu erzählen gibt. Meist fällt mir mehr ein, als ich schreiben kann (bzw. sollte – Romane in Blog-Form sind nicht der Trend). Nehmen wir mal diese Woche als Beispiel. Ich stand neben dem Badfenster und bekam plötzlich die Idee: “Mensch, ich sollte mal den Balkonkasten für die Wochenbuch-Leser fotografieren!” Ich sehe ihn tagtäglich und ernte brav ab, aber ihr habt ihn (wenn überhaupt) das letzte Mal im Eintrag vom 17. April gesehen. 

WP_20170717_15_55_37_ProDamals sprießten ein paar zarte Radieschen, nun sind diese längst geerntet, der Pflücksalat wird jetzt weggessen, bevor er zu blühen anfängt und die Möhrchen werden langsam dick… Ich finde es immer wieder erstaunlich, wieviel Essen sich auf wenig Raum anbauen lässt und wie glücklich selbst eine kleine Schale von geerntetem “Balkonkasten”-Salat machen kann.

WP_20170718_11_07_12_ProWP_20170718_13_00_43_ProDa ja Regen für das Wochenende angesagt war kam mir die Idee noch schnell einige Jungpflanzen im Garten auszupflanzen, z. B. meine Zuckererbsen. Ich ziehe die meisten Pflanzen lieber zuhause vor, anstatt direkt zu sähen, da ich sonst eher die Nacktschnecken glücklich mache und leere Gemüsereihen habe. Die grüne Tonne ist übrigends unsere Kompost-Tonne (vermutlich der neue Erzfeind von Resti), die erstaunlich schnell voll wird und mindestens einmal im Monat auf dem Garten-Komposthaufen entleert wird. Langsam macht es sich bemerkbar, dass wir immer mehr Plastik vermeiden und auf kompostierbare Verpackungen und Produkte umsteigen.

WP_20170722_19_38_19_ProUmsteigen, Stichwort – damit ging es am Donnerstag weiter im Groschenhexe-Alltag: Umsteigen an diversen Bahnhöfen. Moment, “Alltag” passt nicht so ganz, denn die vier Tage vom Donnerstag bis Sonntag waren eher keine 0-8-15-Tage, sondern schon fast Urlaub! Vier Tage Chor-Probenlager in Havelberg mit meinen Mitsängerinnen vom Vocalensemble Phonova Wernigerode. Ja, ich kann nicht nur Salatblätter pflücken, ich kann auch singen – neun Jahre am Musik-Gymnasium hinterlassen halt Spuren. ;)

WP_20170722_10_00_55_ProUnd was hat das mit meinem Groschenhexe-Leben zu tun? Das Zauberwort heißt: Ausgleich! Egal was für einen Job oder ob ihr keinen habt, welcher Stress euch das Leben schwer macht oder welche To-Dos eure Listen zum Bersten bringen, irgendwann sollte und muss jeder von uns etwas machen, was ihm Spaß macht, was einen so richtig vom stressigen Teil des Alltag ablenkt und Energie tanken lässt. Bei mir ist es z.B. das Singen im Chor und das Treffen von meinen Chor-Freundinnen. 

WP_20170723_11_19_28_ProUnd dann kam am Wochenende auch in Havelberg Regen und wir haben kurzfristig die gemeinsame Freizeitaktivität von Kanufahren auf Museumsbesuch geändert. Aber nichts mit langweiligem, staubigem Museum, es war eine Ausstellung zum Umweltschutz und zum Biosphärenreservates Mittelelbe im “Haus der Flüsse“.

Schon im Außenbereich auf dem Weg zum Museumsgebäude gab es für Groß und Klein Stationen zum Entdecken, Forschen und Spaß haben.

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Im Gebäude gab es neben Vitrinen, Modellen und Karten auch viele interaktive Stationen und wir hatten vieles zu sehen, hören und auszuprobieren, u.a. ein virtuellen Flusslauf, der sich am Fußboden mit unseren Füßen stauen ließ. Ich kann jedem den Besuch nur empfehlen und überlasse das Sprechen den (bewegten) Bildern.

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WP_20170723_10_40_56_Pro WP_20170723_10_51_27_Pro↑Das sind keine Menschen
– sondern Puppen! :)
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WP_20170723_11_25_48_ProWP_20170723_14_51_12_ProIm Anschluss an das Chorlager bin ich dann entspannt per Bahn nach Hause gefahren und habe die Zugfahrt genutzt, um endlich mal wieder in Ruhe zu lesen. Das Buch kann ich übrigends nur empfehlen, egal ob man vorhat in einer Gemeinschaft zu leben oder sich einfach nur für das Thema interessiert: eurotopia Verzeichnis: Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa.
Soviel zu dieser Woche!