Wochenbuch im Mai 2019

peter-zagar-76186-unsplashDer Mai war ja vom Wetter her ein richtiger April, nicht wahr? Die Eisheiligen haben ihrem Namen alle Ehre gemacht! Tomaten-, Paprika-, Melonen-, Gurken- und andere Jungpflänzchen standen sich im Groschenhexe Wohnzimmer(fenster) die Füße in den Bauch, äh…die Wurzeln in den Stängel und warteten darauf, endlich ins Freie zu dürfen.

Dabei waren manche wegen der langen Wartezeit offenbar so verzweifelt, dass sie lieber eingegangen sind – Pflanzensuizid. Anstatt wie jedes Jahr Unmengen Tomaten (Groschenhexes Lieblingsgemüse) anzubauen, werden es wohl dieses Jahr nur ein paar wenige Pflanzen werden.

Bevor ihr jetzt alle total deprimiert seid, suche ich mal eine Maiwoche heraus, die mehr als Pflanzen und Kälte zu bieten hat: die Woche vom 20. bis 26. Mai.
Eigentlich ist ja jede Woche irgendwie interessant und bietet etwas zu erzählen (weshalb ich früher euch auch wöchentlich von meinem Alltag berichtet habe), aber ich möchte mich ja auch nicht irgendwann immer wiederholen.

WP_20190520_14_39_17_ProFangen wir also mal nicht mit Pflanzen, sondern mit Pilzen an. Seit ein paar Jahren schon züchtet die Groschenhexe Speisepilze und wollte sich in diesem Jahr mal an Braunkappen (Riesen-Träuschling) versuchen. Dank der Kälteperiode kamen dann auch tatsächlich Pilze aus dem angelegten Pilzbeet im Kübel, aber es waren keine Braunkappen – sondern Austernseitlinge!

WP_20190520_15_08_45_ProÜberraschung! Da ist bei meinem Pilzbruthändler wohl ein Fehlerchen beim Beschriften des Pilzmyzels passiert! Aber was soll’s! Das Mittagessen mit Pilz-Soße war trotzdem lecker und der Händler hat mir auch noch in der selben Woche Ersatz geschickt. Vorbildlich!

IMG-20190520-WA0004IMG-20190522-WA0003Zum Abendessen gab es in dieser Woche auch viel frisches Gemüse, wie z.B. Tomaten aus dem Fensterbrett, Radieschen aus dem Garten oder Blattsalat mit Asia-Salat aus dem eigenen Gewächshaus, Rosso-Salat aus dem Fensterbrett und Feldsalat aus dem Foodsharing-Fairteiler-Regal (in Göttingen).

Nicht immer muss man alles selber anbauen, um kostenlos Obst oder Gemüse essen zu können. Foodsharing ist eine tolle Sache, um der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken!
In dieser Woche fand die WP_20190524_19_04_26_ProGroschenhexe in einem Fairteiler auch Salatpflanzen mit Wurzelballen. Das war ein besonders praktischer Fund, denn die welken Blätter bekam das Haustier, die frischen Blätter landeten auf dem Essenstisch und die übrigen Pflanzen wurden in einem Blumenkasten eingepflanzt und während ich gerade tippe, sprießen aus ihnen neue Salatblätter.

Leider gibt es nicht immer alles gratis, also muss Groschenhexe sich beim restlichen Einkauf etwas anstrengen, damit keine Löcher in der Haushaltskasse entstehen. Neben Cashback-Aktionen (Geld-zurück), hält sie daher nach Sonderangeboten oder auch Artikeln 2. Wahl Ausschau.

Neben Sonderposten- oder Outletmärkten findet man teilweise auch im normalen Supermarkt z.B. Wurst oder Gemüse aus 2. Wahl oder Backwaren vom Vortag.

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Ein Pfund Wurst von Endstücken oder zu dünnen/dicken bzw. kaputten Scheiben kostet viel weniger, als makellose Ware und nicht sofort verbraucht wird, friert die Grsochenhexe in Portionen ein. So war mit einem Wurstkauf für ca. 2,50€ der Salamibedarf der Familie für die ganze Woche gedeckt.

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WP_20190526_13_58_39_ProAber da auch selbst 2,50€ verdient werden müssen, ging es am Sonntag mit Kind und Kegel zum Kinderkleider/Spielzeug-Flohmarkt, um die Zu-Verkaufen-Kisten etwas leerer zu kriegen. Dieses mal ging eher das Spielzeg gut, weniger die Kleidung, aber macht nichts – gelohnt hat es sich in jedem Fall und was Groschenhexe dort nicht verkaufen konnte, landet nun bei Ebay-Kleinanzeigen oder mamikreisel.

So ist die Woche auch wieder vergangen, es ist schon wieder Mittwoch der darauffolgenden Woche und ich tippe noch schnell diesen Satz zuende, damit ich den Computer ausmachen und in den Garten zum Rasenmähen fahren kann.
Bis bald wieder!WP_20190522_08_32_12_Pro

Update zum Artikel “Pflanzen retten – wer bewahrt sie vor der Tonne?”

Ebenso wie Lebensmittel landen auch viele (essbare) Pflanzen wegen teils kleiner Makel im Müll. Darum geht es im Artikel “Pflanzen retten – wer bewahrt sie vor der Tonne?“, geschrieben im Juni 2018 und letztmalig aktualisiert und erweitert am 21. Mai 2019!

Ihr seht, es gibt immer etwas Neues oder etwas Altes zu bearbeiten – auf der Groschenhexe-Webseite wird es nie langweilig.