Und ewig gießt das Murmeltier – der Sommer 2018

Seit Monaten schleppt die Groschenhexe Wasserkanister
- Nein, ich lebe nicht in der Dritten Welt! -
mein Garten hat keinen Wasseranschluss!

kanisterSeit Monaten Trockenheit, viel Hitze und kaum Regen – ca. 10mm in drei Monaten (Mai bis Juli) – während andernorts in Deutschland starke Regengüsse niedergehen, warten wir in Südniedersachsen verzweifelt auf Regen. Auch aus anderen Gegenden, z.B. in Ostdeutschland hört man nichts Gutes: enorme Ernteausfälle, verdorrter Rasen, vertrocknende Sträucher und Bäume, Trinkwasserknappheit…

Ungefähr alle zwei Tage schleppe ich zusammen mit meiner Familie unsere zwei Kanister mit Wasser in unseren Pachtgarten, gieße soviel ich kann, gieße die Pflanzen, die es am nötigsten haben und dennoch reicht es nicht!

Es erinnert stark an die Beschreibungen aus dem Märchen “Die Regentrude”. Der Boden ist vollkommen trocken und teils steinhart, da hilft es auch nicht, dass wir lehmigen Boden haben, der an sich gut Wasser speichert – wenn es kein Wasser gibt, lässt sich auch keines speichern!

WP_20180726_20_56_26_ProIn diesem Jahr wollte die Groschenhexefamilie versuchen, sich mit den Erzeugnissen aus dem Garten zu großem Teil selbst zu versorgen, doch unser Selbstversorger-Projekt gestaltet sich unter diesen Umständen als sehr schwierig. Ohne die zahlreichen Pflanzkübel auf unserer Terrasse, die mehr Wasser abbekommen als der Garten, wäre unsere Erntebilanz sicherlich genauso schaurig, wie die mancher Landwirte.

In den letzten Monaten war mein Smartphone oft bei den Gießaktionen im Garten dabei, machte Fotos für Verwandte und Freunde und dokumierte so, wie die Beete und Pflanzen in den Monaten der Trockenheit und nun der Hitzewelle Ende Juli  aussahen.

Diese Bilder bekommt nun auch ihr Leser zu Gesicht, um zu sehen, was monatelange Trockenheit mitten in Deutschland bedeuten.

Bilder sagen mehr als tausend Worte.

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Bereits im Mai musste ich ständig mit den Kanistern Wasser in den Garten tragen. Die frisch gepflanzen Gemüsepflanzenbrauchten ja Wasser, um einen guten Start zu haben.

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Zu dieser Zeit gab es zumindest ab und an etwas Regen, aber oft war dieser nur ein “Tropfen auf dem heißen Stein”. Es war einfach zu wenig und zu selten Niederschlag, richtig nass, wie am 30. Mai,  wurde die Erde zumeist nicht.

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kanister 3Anstatt kräftig zu wachsen und groß zu werden, mickerten unsere Jungpflanzen vor sich hin, ein paar gingen im Juni und Juli auch ein. Nicht für jedes Pflänzchen war beim Gießen genug Wasser. Manche konnten nur einmal die Woche etwas abbekommen. Für unsere ca. 100 gelegten Kartoffeln reichte das Gießwasser nicht, die mussten so versuchen durchzukommen. Manche kamen auch,
gut und wie erhofft, andere
WP_20180615_12_59_39_Pro, die später gelegt worden waren, wurden gar nichts.
Zu unserer Freude waren aber trotz Trockenheit viele Beeren an den Sträuchern und die Obstbäume von Freunden und Verwandten voller Früchte. Das hieß Ernten, Ernten, Ernten und zusätzlich immer noch Kanister schleppen und ständig gießen.

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Während der Sommerferienzeit (Ende Juni bis Anfang August in diesem Jahr) ist es für uns erfahrungsgemäß besonders schwierig, viel Zeit für den Garten zu finden, denn die Kinder wollen ja auch etwas anderes als nur Alltag erleben. Insofern war das Gießen im Juli sehr anstrengend und ging oft nur spätabends oder frühmorgens – allein der Hitze wegen.

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gießen 6Seit Tagen hat uns nun die Hitzewelle im Griff und an andere Gartenarbeiten außer Gießen, ist kaum noch zu denken – wir sind schon froh, wenn wir das Gießen schaffen.
Unsere Pflanzen sind teilweise viel kleiner als sonst, z.B. die Tomatenpflanzen sind zumeist nur 30-60 cm groß, anstatt 1-2 Meter wie sonst immer. Erstaunlicherweise gibt es dennoch etwas zu ernten, auch wenn die Mengen bei weitem nicht das sind, was geplant oder erhofft war. Heute sollte – zum “Abschluss der Hitzewelle” – ein Gewitter kommen. Okay, während ich diesen Artikel tippte, regnete es tatsächlich: ca. 10 Minuten lang und höchstens 1mm Niederschlag. Ob uns das in diesem Hitzesommer 2018 weiterhilft? Draußen ist inzwischen wieder alles trocken und es ist heiß wie vorher auch…

Nachtrag 10.08.2018: WP_20180801_08_36_49_ProDas erste Drittel des Augusts ist vorbei und es ist immernoch trocken. Gestern gab es ein Gewitter und Regen – die Nachwuchshexe und ich haben vor Freude getanzt und gejuchzt, aber die Ernüchterung kam heute beim Blick in die IMG-20180806-WA0001Regentonne: kaum Wasser drin. Es heißt also weiter Kanister schleppen, da ist es ein schwacher Trost, dass es seit dem Gewitter keine 30 Grad und heißer sind, sondern nur etwas über 22 Grad.

Geerntet wird trotz Dürre etwas, vor allem Tomaten, aber wenn ich mir vorstelle, was an den Pflanzen sein könnte, wenn sie Wasser gehabt hätten, stimmt mich das traurig.
Dummerweise sind geschwächte Pflanzen auch anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen – es wundert mich also kaum, dass alle meine Salatgurken im Garten voller Spinnmilben sind und nun trotz Gießen auch mickern.

 

WP_20180802_09_15_55_ProInWP_20180802_09_16_26_Pro den zuletzt im Mai angelegten Heubeeten haben sich Ende Juli/Anfang August eine Handvoll Kartoffelpflänzchen gezeigt – nach einem Regen. Ob da noch bis zum herbst Kartoffeln dran wachsen werden?

Die Blumenkohlpflanzen habe ich aufgegeben und auf den Kompost, damit die Pflanzen darum eine Chance haben, vom Wasser etwas abzubekommen. Die Bohnen gehen zumindest nicht ein, aber eine megatolle Ernte ist es nicht.

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Mal sehen, was der restliche August bringt, immerhin sind nun die Sommerferien vorbei und etwas mehr Zeit für die Gartenarbeit. :)

WP_20180823_13_29_25_ProNachtrag vom 24.09.2018:

Ich hatte ja gehofft, dass sich im August der Sommer noch in letzter Sekunde umentscheiden könnte, ein regnerischer Sommer zu werden… Das war uns aber nicht vergönnt. Der August ging warm, heiß und zumeist trocken weiter.
Immernoch schleppte ich Wasserkanister und leerte Gießkanne um Gießkasse. Gelegentlich gab es tatsächlich mal Regengüsse, die waren aber mit 1-3 mm kaum eine Hilfe.

IMG-20180815-WA0001Einen Monat eher als sonst, war mein indianischer Zuckermais reif, aber was geschah? Noch bevor ich dazu kam die Kolben zu ernten, vertrockneten sie an den Pflanzen. Ich erntete wunderschöne Maiskolben: bunt, größer als im letzten Jahr, aber steinhart. Zum Essen waren sie nicht mehr zu gebrauchen – dafür habe ich nun dutzende Maiskörner zum Aussähen für die nächsten Jahre.
Ein kleiner Trost.

IMG-20180817-WA0001 hexeEine Freude waren die Sonnenblumen – teilweise nur 50cm hoch, aber mit wunderschöne Blüten. Sie waren im August der Hingucker im Garten und willkommene Farbkleckse im tristen Braun der vertrockneten Pflanzen.

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In dem trockenen Wetter brachten vor allem die Tomaten noch eine gute Ernte und – Dank fleißigem Gießens – trugen auch die Buschbohnen noch etwas. Außerdem gab es auch zahlreiche Brombeeren und diese waren dieses Jahr zuckersüß.
Eine besondere Freude war die kleine Mangoldernte am 17. August, denn es zeigte sich, dass das hartnäckige Gießen der Pflanzen doch noch etwas gebracht hatte.
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IMG-20180828-WA0002WP_20180901_19_29_43_ProUnd dann kam der meteorologische Herbstanfang (01. September) und es blieb Sommer! Sommerwetter! Sonnenschein! Septembertage mit teils 30 Grad Celsius. Der Garten blieb trocken, aber wir ernteten dennoch, gossen fleißig und gaben die Pflanzen nicht auf.

IMG-20180908-WA0002Und es lohnte sich: Anfang September kommen ca. zwei Tage Regen und bereits am 8. September war der vorher grau-braune Garten plötzlich wieder Grün.
Das Gras wuchs zaghaft neu und einige Pflanzen erholten sich – aber nicht alle. Für manche, z.B. einige Johannisbeersträuchern oder Buchsbäume, kommt der Regen jedoch zu spät.

Der September bleibt danach zwar doch noch etwas trocken, nach wenigen Tagen sind die Regentonnen wieder leer und für manche Pflanzen fahre ich wieder Wasser in den Garten. Der Regen hat aber viel bewirkt. Nach Monaten kommt am 14. September nun wieder der Rasenmäher zum Einsatz und darf Teile des Gartens, dort wo das Gras sich etwas erholen konnte, mähen. 1/3 des Gartens aber mähe ich vielleicht erst wieder 2019 – das Gras hat zu sehr gelitten.

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WP_20180920_11_33_23_ProDie Erntemengen nehmen nun aber langsam ab und der Sommer und die Haupterntezeit gehen langsam zuende. Am 20. September gieße ich nochmal mit der Gießkanne.

Und dann am 21. September, kurz vor dem kalendarischen Herbstanfang, ist er da : der Regen!
Pünktlich zum Herbstbeginn haben wir nun den monatelang ersehneten Landregen bekommen, Regenmengen, die wir schon gar nicht mehr gewohnt sind!
Die Regentonnen sind voll, der Boden durchnässt und die Pflanzen haben die Durstperiode hinter sich. Ich kann nun die Wasserkanister in den Keller stellen und hoffe sie so schnell nicht mehr zu brauchen!
Ob nun jeder Sommer so extrem trocken wird wie dieser? Ich hoffe es nicht!

Soviel zum Dürre-Sommer 2018 – jetzt kommt der Herbst!

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Alltags-Bericht: Der Frühling ist gekommen und damit die Arbeit

IMG-20180502-WA0002Es ist schönster Frühlingssonnenschein, der Groschenhexewebseitenbesucher liegt auf dem Liegestuhl, Laptop oder Smartphone in der Hand, klickt sich durch das Web und fragt sich: Was treibt eigentlich die Groschenhexe?

Kaum neue Beiträge, auf Twitter meist nur retweetete Tweets, selten Neues auf dem Schwarzen Brett, in der Facebookgruppe auch nicht viel los…

Hat die Groschenhexe keine Lust mehr? Ist die Webseite auf dem absteigenden Ast? Verlängerte Frühjahrsmüdigkeit? Computer geschrottet oder kein Internet im Groschenhexe-Haushalt?

WP_20180419_11_32_55_ProNein, Leute, es ist Frühling! Wie die meisten von Euch lockt es die Groschenhexe samt Familie bei den Frühlingssonnenstrahlen nach draußen. Meist bedeutet “nach draußen” auf die Terrasse oder in den Pachtgarten und da wartet etwas: Arbeit!

Denn: Beete müssen entkrautet und erweitert werden, vorgezogene Pflanzen (z.B. Tomaten und Paprika) müssen in Kübel oder Beete ausgepflanzt werden, Rasen gemäht und Bienenweide gesäht werden, neue Gemüsepflanzen vorgezogen und Platz dafür in Fensterbänken und auf der Terrasse geschaffen werden, Beerenbüsche zurechtgestutzt und Anbaupläne geschmiedet werden, das neue Gewächshaus aufgebaut und (dabei) mit den Kinder Sandkuchen gebacken und Fußball gespielt werden, Geburtstag und Walpurgisnacht gefeiert werden, zwischenmenschliche Beziehungen gepflegt werden…

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Es ist halt April, es ist halt Mai und wenn Groschenhexe im Garten/auf der Terrasse Essbares ernten will, muss dafür auch was getan werden!  (Teilzeit-)Selbstversorger ernten ihr Essen halt nicht vorzugsweise im Supermarkt!

IMG-20180430-WA0002Zu diesem to-do-Cocktail kommt dann noch der alltägliche (Familien)Wahnsinn mit Terminen, Familienfeiern, kranken Kindern und einer erkälteten Groschenhexe, Papierkram, reguläre (und bezahlte) Arbeit, kreative Schreibsessions im Café (um den angefangenen Roman voranzutrieben), Wäscheberge, Handwerker in der Wohnung und zu allem Überfluss eine Zwangspause für die rechte Hand der Groschenhexe, weil das Werkeln in Haushalt, Garten und am PC wohl zu viel war…

IMG-20180508-WA0009So, lieber Leser, wenn du bis zu dieser Stelle durchgehalten hast, ist dir die Quintessenz der Auflistungen klar geworden: Im Frühling hat die Groschenhexe wenig Zeit, um an der Webseite bzw. in den Social-Media-Gruppen viel zu tippen und zu arbeiten oder ist abends einfach zu müde dazu. Aber erfahrungsgemäß sind irgendwann die Beete fertig, die Pflanzen in der Erde, die Steuererklärung auf dem Weg zum Finanzamt, überarbeitete Gliedmaßen genesen und die Tage zu heiß oder verregnet, um viel im Freien zu arbeiten!

Wenn also wieder in Zukunft wenig auf der Groschenhexewebseite los ist, gehe die Checkliste durch: Ist es Frühling? Ist es gutes Wetter? Würde ich selbst jetzt am liebsten in der Natur sein?
Kannst du mindestens eine Frage mit JA beantworten, ist die Groschenhexe bestimmt gerade im Garten! ;) Und wenn nicht, hat sie vielleicht auch etwas anderes zu tun!

Schönen Frühling Euch allen und geht brav an die frische Luft!

P.S.: Hier noch ein paar Fotos aus den letzten vier Wochen:

IMG-20180427-WA0001Dank Henna sind meine Haare
nun nicht mehr blond mit Rotstich,
sondern Rotblond.
Jetzt sehe ich der
Groschenhexe-Logo-Hexe
richtig ähnlich.
IMG-20180428-WA0004Gewächshaus-Rohbau IMG-20180420-WA0002kreatives, einfaches
Pflanzgefäß aus
Toilettenpapier(rollen)

WP_20180401_21_53_01_ProTomaten-Kindergarten

 

WP_20180401_21_54_47_Protransparente Stapelboxen mit seitlicher Öffnung anstatt teurem Gewächshaus oder Platznot in der Fensterbank

 

WP_20180428_19_36_20_ProPflanzenkindergarten auf der Terrasse

WP_20180501_16_32_57_Pro IMG-20180426-WA0001 WP_20180506_12_05_11_ProEin Kartoffel-Heubeet anlegen, …
IMG-20180424-WA0001… Schreiben im Café … WP_20180427_18_33_42_Pro20180427201007 IMG-20180410-WA0004… und gemeinsam den Frühling genießen!

 

Alltags-Bericht: Es geht los… Tomaten und Paprika vorziehen!

WP_20180304_18_06_33_Pro miniMancherort, wie bei uns, scheint zwar die Sonne, aber es liegt noch Schnee. Wärend andere bei frühlingshaften 11°C einen Spaziergang machen, ging es heute für die Groschenhexe mit der Familie zum Rodeln und zum Schlittern auf dem zugefrorenen Teich!

IMG-20180304-WA0001Aber ob Schnee, Matsch oder grünes Gras – den meisten Menschen geht es in diesen Tagen gleich: wir wollen raus in die Sonne, es juckt uns in den Fingern, wir wollen was machen, haben Energie und freuen uns auf den Frühling!

Auch die Groschenhexe hat das “Frühlingsfieber” gepackt und so wurden heute die ersten Anzuchtschalen mit Erde befüllt und 40 Tomaten- (10 Sorten) und 8 Paprikasamen (2 Sorten) gesäht. Wer jetzt Panik schiebt – nein, du bist nicht spät dran! Zum Aussähen ist noch genug Zeit – schließlich dürfen die wärmeliebenden Pflanzen (sicherheitshalber) erst nach den Eisheiligen ins Freiland. Aber wer ein Gewächshaus hat, kann auch etwas eher anfangen.WP_20180304_15_03_09_Pro

Das Vorziehen von Tomaten und Paprika macht zwar ein wenig Arbeit (Sähen, Pikieren, Umtopfen), aber Samen sind um einiges preiswerter als Jungpflanzen und geldlich lohnt so der Anbau dann richtig!

WP_20160225_10_58_36_ProWer zudem aus den Früchten des Vorjahres selbst Samen entnimmt und trocknet, hat das Saatgut für lau. Gerade alte oder seltene Sorten gibt es oft nicht im Handel zu kaufen, sondern werden von Hobbygärtnern vermehrt und durch Samentauschbörsen, durch Verschenken und über Kleinanzeigen weitergegeben.

WP_20170813_18_50_40_ProAuch die Groschenhexe “sammelt” alte, auffällige, schmackhafte, kälteunempfindliche oder praktische Tomatensorten und sitzt jedes Jahr vor dem Kasten mit den Sämereien und überlegt, welche der (inzwischen 23) Sorten im neuen Gartenjahr aufs Beet/in den Kübel kommen sollen.

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Bei der Gelegenheit fiel auch in diesem Jahr ein Döschen ins Auge, in das ich alle Tomatensamen zusammengekippt hatte, die unbeschriftet oder einzeln WP_20180304_22_54_43_Proherumgelegen hatten – ergo alle Tomatensamen, bei denen ich nicht mehr weiß, welche Sorte es ist. Da ich genug Samen habe, würde ich diese “Überraschungssamen” gerne weitergeben (nur gegen Portokosten). Es könnten Samen der Sorten Black Krim, Goldene Königin, rote Runzeltomate, Siberian Early, Wildtomate Golden Current oder auch andere Sorten sein – das wird man erst sehen, wenn die Früchte reifen!

Wer gerne von den Samen etwas hätte, schreibe mir per E-Mail an groschenhexe@gmx.de (alternativ auf Facebook oder Twitter) die gewünschte Anzahl der Samen. Porto kostet vorraussichtlich 70 Cent.

Erfahrungsbericht: Geld sparen durch Socken stopfen

 

Ihr kennt das ja sicherlich, die Lieblingssocken werden oft getragen und – ZACK – ist ein Loch drin oder sogar mehrere. Bei kleinen Löchern sieht man vielleicht noch darüber hinweg und trägt sie nur noch zuhause, aber irgendwann sind kleine Löcher groß oder noch mehr Löcher aufgetaucht.

WP_20170424_23_06_27_ProDann scheint es unvermeidlich: die Socken müssen in den Müll oder enden als Putzlappen!
Bei den billigen Preisen heutzutage für Socken ist doch schnell Ersatz besorgt, kostet ja nicht die Welt oder?

Als ich Mitte Dezember über den örtlichen Weihnachtsmarkt schlenderte, vielen mir ein paar schöne Wollsocken ins Auge. Ein Jahr zuvor hatte welche meinem Mann geschenkt, er trug sie den ganzen Winter lang und die armen Socken sahen im Frühjahr etwas löchrig aus. Ob ich ihm wohl ein neues Paar kaufen sollte? Bei dem Preis für die (handgemachten) Wollsocken kam ich aber ins Grübeln. Mmh, da war Selberstricken sicher billiger – kann ich bisher aber nicht. Omi hat ja immer was von Socken stopfen erzählt, ob das schwer ist? Als ich den Weihnachtsmarkt verließ, hatte ich nur neue Wollsocken für Junior dabei und war entschlossen, es mal mit dem “Stopfen” zu versuchen.

WP_20171230_16_53_17_ProZwischen den Jahren nahm ich mir dann die kaputten Wollsocken, Omis altes Nähkästchen – ausgestattet mit passendem Stopfgarn und “Stopfei” – und den Computer zur Hand. Zum Glück kann man Dank zahlreicher Hilfeseiten und Lernvideos (z.B. “Gscheid praktisch mit Uri: Socken stopfen) schnell begreifen, wie diese “Kunst geht”. Ich erspare euch die Details, dafür gibt es ja die Anleitungen im Netz.
Mein Fazit nach dem Stopfen von ca. 3 Löchern pro Socke: Es geht WP_20171230_16_43_34_Proeinfacher als gedacht und man braucht dafür keinen Doktortitel. Für das erste Mal Socken stopfen sah das Ergebnis auch gar nicht schlecht aus. Es dauert zwar definitiv länger, als im Geschäft einWP_20171230_16_16_54_Pro paar neue Socken zu kaufen, aber geldlich gesehen ist es die Mühe allemal wert: Ich habe lediglich etwas Stopfgarn verbraucht.

Unbezahlbar: Die Freude darüber die geliebten Socken wieder anziehen zu können! Versucht es auch! Gerade bei hochpreisigen Socken und Strümpfen lohnt sich das bisschen Aufwand!

 

Das Wochenbuch – Eintrag vom 19. November 2017

In den letzten zwei Wochen musste ich lernen, dass es Probleme in deutschen Haushalten gibt, die offenbar über super-duper-mega-coole-innovative Produkte gelöst werden können – oder eben auch anders!
Der Papiertaschentuch-Hersteller Tempo® brüstet sich mit dem Slogan “Tempo rettet deinen Tag” und meint damit nicht den (typischen Herbst-)Erkältungs-Schniefnasen-Tag, sondern den Wasch-Tag. Das neue Tempo® ist nämlich “waschmaschinenfest”, ergo nach 2 Stunden Schleudertrauma in der Waschmaschine, kein Haufen Fetzen, der an der Kleidung klebt, sondern noch viereckig und intakt. Voll krass oder?  Ein Taschentuch, das das Waschen aushält! Das gab es noch nie, oder?

Hätte Ur-Ur-Oma schon eine vollautomatische Waschmaschine besessen, hätte sie bestimmt den Vergleichstest mitgemacht und sich kaputtgelacht, warum man extra ein Taschentuch erfinden muss, das Waschen aushält, wenn ein “normales” Taschentuch das sowieso kann!
WP_20171117_13_37_31_ProJa Leute, Taschentücher waren bis zu dem Tag, an welchem sie zum Wegwerfprodukt degradiert wurden, grundsätzlich waschfest! Logisch, Taschentücher sind nämlich eigentlich aus Stoff: weich, reißfest, liebevoll gestaltet und personalisiert, langlebig und nach einer 90°-Wäsche genauso schön wie vorher und garantiert keimfreier, als ein Papiertaschentuch, dass man sich von einem (verschnupften) Mitstudenten in der Vorlesung schnorrt.
Als die Groschenhexe beschloss, den Müll in ihrem Haushalt zu reduzieren, wurden gleich zu Anfang die Papiertaschentücher durch verschiedene, schlichte, bunte, große und kleine Stofftaschentücher ersetzt. WP_20171120_11_57_43_ProJetzt in der Schnupfenzeit, sind sie regelmäßig mit in der Kochwäsche dabei und, da sie innerhalb von 2-4 Stunden meist trocken sind, auch fix wieder einsatzbereit. Damit sich keine Keime durch die Taschentücher verbreiten, landen benutzte Tücher statt im Müll in einer eigenen “Stofftaschentücher”-Box auf unserer Waschmaschine und werden mit dieser einfach in die Waschmaschine gekippt, 60-90°-Waschgang und zack wieder “wie neu”. Angesichts dieser unschlagbaren Eigenschaften und der entsprechenden Ökobilanz, konnte ich über die neuen Werbespots von Tempo® nur schmunzeln.

WP_20171117_12_59_50_ProSichtlichen Spaß hat auch unser neuer Mitbewohner WP_20171117_12_54_44_Pro“Pappi”, der Papiermülleimer, ein neuer Freund von Resti.  Spätestens nach dem Bastel-Erfahrungsbericht: Etagentopf selber basteln in zwei Varianten wissen Groschenhexe-Leser, dass man aus den Blumeneimern vom Floristen eine Menge machen kann. In eurem Fall hier einen Abfalleimer – und das für lau!

Wo wir gerade bei Müll sind: Vor etwas mehr als einem Jahr fing die Groschenhexe-Familie an, ihren Müll zu reduzieren und immer mehr plastikfrei und zerowaste zu leben. Inzwischen konnten wir unsere Menge von Gelben Säcken von 2 ½ – 3 Säcken in zwei Wochen auf 1 – 1½ Säcke schrumpfen. Und – so einfach es klingen mag – Müll richtig sortieren ist dabei eine alltägliche, grundlegende Tätigkeit. WP_20171114_07_05_40_ProDas heißt, das auch Verpackungen aus Papier, die nur nur ein Sichtfenster aus Plastikfolie haben, in ihre Bestandteile zerlegt werden. Macht vielleicht etwas Arbeit, aber es lohnt sich!

Lohnen sollte sich eigentlich auch die ganze Arbeit, die wir vor fast zwei Monaten in die Herstellung unseres ersten, selbst gemachten Sauerkrauts gesteckt hatten. Aber leider ist uns die Wasserrille des Gärtopfes ausgetrocknet, Flüssigkeit im Topf verdunstet und Voilá: dieses Wochenende haben wir festgestellt, dass unser Sauerkraut ganz verdorben ist. Es geht halt auch im mer wieder mal was schief, nicht? Unsere verloren geglaubten Laternenstäbe sind vor ein paar Tagen wieder aufgetaucht – natürlich ist St. Martin längst vorbei!

WP_20171118_18_43_48_ProEtwas mehr Glück hatten wir aber mit dem Wetter – nicht dass ich Herbst-Niesel-Regen-Sturm-Wetter mag, aber da wir bis jetzt selbst nachts keinen Frost hatten, sind unsere zahlreichen Endivien (das ist eine Salatsorte, für alle die davon noch nie gehört haben) noch nicht erfroren. Ergo gab es die Tage Endiviensalat mit Dressing aus selbstgemachtem Joghurt.

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Danke an real,- und seine Sammelaktion “Mein kleiner BIO-Garten” – allein das Töpfchen mit Endiviensamen hat sich voll gelohnt! Endlich gab es diesen Sommer mal eine Sammelaktion, die wirklich praktisch, lehrreich und hilfreich war!

saftWer keine Endivien auf der Terrasse hat, muss nicht traurig sein, Gesundes geht auch ganz einfach mit Zutaten aus dem Supermarkt: (Saft)-Orangen kaufen, mit einer Zitronenpresse auspressen, eventuell noch etwas Wasser und ggf. Zucker dazu und frischer Orangensaft steht auf dem Tisch.
Das macht sogar Kindern eine Menge Spaß und ist ein schöner Zeitverteib an trüben Tagen.

Der Herbst geht aber nun so langsam zuende – die Handschuhe wurden aus dem Schrank befreit und vor ein paar Tagen roch es sogar schonmal draußen nach Schnee. Die Wochenbuch-Reihe kommt mit diesem Beitrag auch zu einem Schlusspunkt: ihr habt in diesem Jahr jede Jahreszeit in Wochenbuch-Einträgen erlebt, habt die Groschenhexe-Familie monatelang begleitet und durftet in unseren Alltag reinschnuppern.
Auch im kommenden Jahr werden Beiträge zum Alltag der Groschenhexe geschrieben werden, aber ob wöchentlich, steht noch in den Sternen. Wer also weiter neugierig ist, schaut fleißig auf die Webseite oder fragt den Sternendeuter seines Vertrauens.
Bis denne, Eure Groschenhexe!

Bastelbericht: (Elektrischen) Laternenstab selber machen

WP_20171110_14_45_01_ProHeute steht der Laternenumzug im Kindergarten an und pünktlich zu diesem Ereignis sind die Laternenstäbe vom Vorjahr (mal wieder) unauffindbar. Aber extra nochmal losfahren ins Geschäft und auf den letzten Drücker noch ein paar Stäbe kaufen? Das kostet Geld und garantiert tauchen am Tag nach dem Martinsfest – oh, Wunder – wieder die alten, verloren geglaubten Laternenstäbe und dann haben wir alles doppelt und dreifach. Nein Danke! Dann lieber Basteln!

Dazu braucht man:
– einen stabilen Stab (Ast, langen Kochlöffel, Bambusstab o.ä.)
– eine Büroklammer (je größer, umso stabiler)
– Klebestreifen
– für elektrischen Laternenstab: kleine Taschenlampe als Licht

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Eine Büroklammer nehmen, aufbiegen und mit Klebestreifen am Stab festkleben.
Das war’s schon! Gar nicht so schwer und schnell gemacht.
Für elektrisches Licht zusätzlich zur Laterne noch eine kleine Taschenlampe o.ä. am Haken einhängen. Alternativ kann man statt einer normalen Kerze auch ein LED-Teelicht in die Laterne stellen.

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Viel Spaß beim Basteln und Laterne laufen!

 

 

Der vollkommen unperfekte Wochenbuch – Eintrag vom 05. November 2017

WP_20171015_12_50_53_ProEigentlich wollte ich am 8. Oktober den zweiten Herbst-Wochenbucheintrag verfassen – ja, krass, vor mehr als einem Monat – aber irgendwie kam es nicht dazu.
Erst war ich auf Familienbesuch mit kaum Internetverbindung vor Ort, dann wurde Junior krank, dann kam der Landtagswahl-Sonntag, Juniors 3. Geburtstag, gutes Wetter – bei dem man lieber draußen was schaffen wollte/sollte –  und dann trübes Wetter – bei dem ich wie in jedem Herbst durchhänge und mich schwer zu was aufraffen kann, Schlafmangel, weil unser alter, kranker Hund mich plötzlich früh morgens jaulend aufweckt und mich um den Schlaf bringt, nochmehr Schlafmangel, weil viel im Haushalt liegen bleibt und ich erst spät ins Bett komme und noch mehr Schlafmangel, weil unser Hund die Zeitumstellung nicht mitbekommen hat und mich nun jeden Tag noch eine Stunde eher weckt…

Klingt nicht optimal? Klingt nach Alltag?  Willkommen im Leben!

WP_20171015_11_26_28_ProIn all dem chaotischen Hin- und Her, Termin-Wirr-Warr, dem raschelnden Laub, zwischen Malzkaffee am Laptop, Wäsche waschen, Daumen-Drücken für das Projekt Elbwolle, Blumenkohl-Ernten, Resti-Comic-Einscannen, Hundchen schmusen, Plakate für Chor-Konzerte entwerfen, sich bei dm-Mitarbeiter beschweren und Uhren umstellen … bewegt sich das Leben der Groschenhexe, auf und ab, mit Höhen und Tiefen.

Mein Leben ist genauso wenig perfekt wie deins und deins und deins…wie unser aller Leben.

Wochenbuch-schreiben geht halt nicht im Schlaf und hatte die letzten Wochen keine Priorität – schlimm? Ich denke nicht!

IMG-20171017-WA0002In den letzten Monaten konntet ihr im Wochenbuch sehen, wie die Groschenhexe im Alltag Geld spart, Produkte testet, zero-waste zu leben versucht, sich als Selbstversorger versucht, mit der Familie Karibik-Urlaubsfeelig in Deutschland genießt, bastelt, bäckt, kocht oder neue Orte erkundet und immer gab es etwas Positives, was man aus diesen Beiträgen für sich als Leser mitnehmen konnte. Eine Inspiration, ein Rezept, eine Bestätigung für das eigene Tun, ein Lächeln usw.

Und was ist die Quintessenz aus diesem Wochenbuch-Eintrag?
Genau! Das man auch mal etwas nicht so laufen darf wie geplant, das man auch mal andere Prioritäten setzen darf und sollte, das halt nichts perfekt sein muss!
Nicht im der Leben der Groschenhexe und nicht in deinem Leben!

Und gerade wenn einem im Moment alles zu viel ist, alles schief läuft, der Stress rekordverdächtige Pegelwerte erreicht oder das Herbstwetter depressive Verstimmungen bringt, lohnt sich der Blick auf die kleinen Glücksmomente, die paar Dinge, die einfach passen und die kleinen Dinge, die einem Freude bereiten. So wie diese:

WP_20171003_18_41_05_ProBeim Duplo-Spielen mit den Kindern entsteht eine Milchtankstelle mit Gemüsegarten. WP_20171013_16_34_30_Pro Schmetterlinge auf Herbstastern in Nachbars Garten. WP_20171014_17_33_38_Pro Ein neues Erdbeerbeet angelegt fürs nächste Jahr.
 WP_20171020_003Beim letzten Rasenmähen entdeckte ich Kartoffelpflanzen am Kompost.  WP_20171020_002Mit Kartöffelchen dran! Hatte ganz vergessen, dass ich unter den Grasmulch am Kompost ein paar Kartoffelknollen gelegt hatte!  IMG-20171020-WA0001Also unerwartet eine Kinderportion Minikartoffeln. :)

WP_20171015_12_50_47_ProWP_20171015_12_46_00_ProAm Wahlsonnstag haben wir das Auto stehen lassen und sind mit Dreirad und Kinderfahrrad bewaffnet mit den Kindern zu Fuß zum Wahllokal gelaufen. Ist besser für die Umwelt, wir haben frische Luft, Sonne und raschelndes Laub genossen und danach ein müdes Kleinkind protestlos zum Mittagsschlaf hingelegt.

IMG-20171017-WA0005WP_20171015_11_28_26_ProAn meiner Physalispflanze (Andenbeere) sind die ersten Früchte gereift und schmeckten so süß wie Gekaufte.

 

WP_20171024_18_47_36_ProAlle kleinen Kartoffeln aus der diesjäjrigen Ernte wurden halbiert, geviertelt und im Ganzen… WP_20171024_19_17_47_Proin Pflanzenfett frittiert… WP_20171024_19_42_26_Pround mit selbstgemachtem Kräuterquark verputzt.

pitti geb transObwohl er mich neuerdings frühmorgens um den Schlaf bringt, kann ich meinem Hund nicht böse sein, denn am 1. November ist er 16 Jahre alt geworden (das Alter in Hundejahre errechnet euch mal selber ;) ).

Bis zum nächsten Wochenbuch-Eintrag!

Das Wochenbuch – Eintrag vom 02. Oktober 2017

Der Herbst in bereits im vollen Gange und nun erwacht auch das Wochenbuch aus der Spätsommerpause, eine Woche später als geplant, denn am Wahlsonntag war Deutschland mit anderen Dingen beschäftigt.

WP_20170927_15_20_29_ProDiese Woche stand Gartenarbeit auf dem Plan – allerdings nicht im Groschenhexe-Garten, sondern im Kindergartengarten. Ihr habt richtig gelesen und nein, es ist kein Schreibfehler!
“Unser” Kindergarten darf einen kleinen Schrebergarten bewirtschaften, das heißt, dass die Kinder zusammen mit den Erziehern dort Gemüse und etwas Obst anbauen.

Und warum? Gemüse kann man doch auch im Supermarkt kaufen, oder?
WP_20170927_15_19_51_ProWP_20170927_16_04_53_ProKann man und das machen auch die meisten Menschen hierzulande, ergo auch Kinder. Das führt aber dazu, dass immer mehr Menschen nicht mehr wissen, wie und wo Gemüse und Obst wachsen, wie süß z.B. frisch geerntete Erbsen schmecken oder dass Tomaten nicht nur rot, sondern auch gelb, orange oder schwarz sein können.

Das Essen wächst nicht im Supermarkt! Also Zeit, dass Kinder wieder lernen, wie man Möhre und Co. selber anbaut, am besten gleich von klein auf im Kindergarten.
Da die Kinder in den Sommerferien natürlich nicht gärtnern konnten, war das Beet in unserem Kindergarten-Garten zugewachsen. Zusammen mit einer anderen Mutter, einem Kind und drei Erziehern hat die Groschenhexe also angepackt: Unkraut jäten, Himbeeren eingepflanzen und ein Weideniglu bauen.
Zum Schluss waren wir alle erstaunt, wieviel wir in zwei Stunden mit vereinten Kräften geschafft haben.

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So wird aus den abschnittenen Weiden-
ästen aus dem Groschenhexe-Garten
ein lebendiges Kinder-Iglu.

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Falls ihr auch Kinder habt oder betreut, gerne gärtnert, etwas Zeit oder Geld zu vergeben habt oder einfach nur wichtig findet, dass eure Mitmenschen wissen wo gesundes Essen herkommt, dann sucht euch Initiativen, Vereine oder Projekte und sorgt dafür, dass Kinder gärtnern können. Wenn Schulen oder Kitas selbst nicht die Möglichkeiten und Gärtnererfahrungen haben, helfen Projekte wie z.B. die GemüseAckerdemie oder Villekula bei der Umsetzung.

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WP_20170927_18_24_56_ProIm Garten der Groschenhexe war in diesen ersten Herbsttagen auch noch einiges zu tun, Brombeeren und Herbsthimbeeren wollten geerntet werden und das vom Sturm zerfetzte Foliengewächshaus musste abgebaut und die Paprika- und Tomatenplanzen in der warmen Wohnung untergebracht werden. Ehe wir es uns versahen, waren die Fensterbänke und freien Plätze mit Blümenkübeln belegt. Ich mache das jeden Herbst und rette so einige Tomatenpflanzen vor dem Erfrieren und habe oft frische Tomaten bis ca. Weihnachten und Paprika das ganze Jahr.

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kohlEigentlich sollten jetzt im Herbst eigene Weißkohlköpfe aus dem Garten als Sauerkraut in unserem neuen Gärtopf enden, aber die Nacktschnecken haben uns den Kohl nicht gegönnt und uns nur Weißkohl in “Schweizer-Käse-Optik” hinterlassen.
Mein eigenes Sauerkraut wollte ich aber trotzdem herstellen, also habe ich das Sonderangebot im Supermarkt (10kg-Netz Weißkohl) genutzt und am Wochenende haben wir zuhause mit vereinten Kräften geschnitten,
gesalzen, gestampft, gestampft, gestampft, geschichtet und gehofft, nicht falsch gemacht zu haben.

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Für alle, die denken, das ist super kompliziert: von wegen! Weißkohl, Salz, ggf. Wasser – mehr braucht man eigentlich nicht. Auch einen Gärtopf muss man nicht zwangsläufig besitzen, denn man kann Sauerkraut einfach im  Bügel- oder Schraubglas machen.

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Weil wir zum Schluss mehr Kraut hatten, als in den Gärtopf passte,
haben wir die “Schraubglas”-Variante auch noch ausprobiert.

Video-Anleitungen, die wir hilftreich fanden, waren übrigends von der “SurvivalAkademie“, “Selbstversorger Rigotti” (für Gärtopf) und “Barefoot Coaching” (für Einmachgläser), für alle die es auch mal versuchen wollen! Traut euch, es lohnt sich!

Am Sonntag roch es bereits verführerisch in der Küche nach Sauerkraut und wir waren total gehypt und dachten das wird ein super Wochenbuch-Eintrag mit durchgehend positiven Themenpunkten.
Dann kam der Montagmorgen… ich wollte meine Pflanzen im Fensterbrett gießen und wunderte mich, warum die Blätter der Tomaten so bronzefarben und vertrocknet waren – Tomatenrostmilbe. Da dagegen offenbar kaum ein Kraut gewachsen ist, konnte ich meine befallenen Tomatenpflanzen komplett wegwerfen und damit gut ein Drittel aller Pflanzen oben auf den Fotos. Wohl doch kaum oder auch keine Tomaten im Advent, schade.
   
Mal sehen was die kommenden Tage bringen. Bis bald!

Knabber & Knusper – die Groschenhexe-Familie testet Produkte

Es ist Wahlsonntag, Deutschland hat einen neuen Bundestag gewählt und auch in der Groschenhexe-Familie hatte man in den letzten Tagen die Qual der Wahl:
Welche Frühstückscerealien kommen in die Schüssel? und
Welche Knabbersnacks werden beim Filmabend verspeist?

Nein, wir haben nicht neuerdings Geld wie Heu, zu viele Produkte eingekauft und horten auch nicht Unmengen Varianten, um ständig eine Riesenauswahl zu haben. Der Grund ist ein ganz anderer: Produkttests!

WP_20170924_22_33_19_Pro tNahezu zeitgleich wurde der Groschenhexe-Haushalt für zwei verschiedene Produkttests ausgewählt und somit bot sich für uns vier Groschenhexe-Familienmitglieder die Gelegenheit ausgiebig zu knabbern und zu knuspern.*

Als erstes traf ein Paket der Firma XOX ein, (welche herzhafte und süße Knabbersnacks produziert,) das gefüllt war mit fünf verschiedenen Produkten: einer ganz großen Packung Erdnuss-Flips, Toffee-Karamel-Popcorn, “Sonne-Mond-&-Sterne”-Snacks, Ringo Linos und gerösteten Erdnüssen.

WP_20170913_22_09_55_ProKaum war das Paket geöffnet, entbrannte sofort eine rege Diskussion darüber, welche Snacks als erstes geöffnet werden sollten und das Paket wurde sicherheitshalber ersteinmal außer Reichweite gepackt um nicht über die verlockenden Snacks herzufallen. Schließlich sollten die Produkte in Ruhe getestet werden und dafür sollte man sich erfahrungsgemäß Zeit nehmen.
Davon abgesehen sind hungrige Fast-Dreijährige schwer davon zu überzeugen, das Knabbersnacks kein vollwertiges Mittagessen sind, okay, 9-Jährige sind in dem Punkt auch ziemlich anstrengend.

WP_20170913_22_11_32_ProWP_20170913_22_14_20_ProAm Abend wurden dann als erstes die Ringo Linos vertilgt und waren so lecker, dass es uns schwer viel für Fotos still zu halten. Der Paprika-Geschmack war nicht zu stark, für die Kinder wäre der Snack vermutlich zu würzig gewesen, für uns Erwachsene war es aber genau richtig. Schnell war die Packung leer! 

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Am Tag darauf brachte uns die Post ein Paket von Nestlé mit je einer Packung “Lion Cereals”, “Cheerios”, “Fitness” und “Cookie Crisp”. Abgesehen von der Nachwuchshexe, die schon “Lion Cereals” bei einer Schulfreundin probiert hatte und Stefan, der die “Cheerios” schon kannte, waren die Frühstücksflocken-Sorten für uns Neuland.

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aniflakesWP_20170917_09_10_45_ProNicht nur die Kinder saßen nun am Tisch und hatten die Qual der Wahl, zuerst diese, oder diese oder die anderen?
Schlussendlich haben sich die Nachwuchshexe und Junior für die Cookie Crisp entschieden – Junior mit Milch, die Nachwuchshexe trocken.

Wir Erwachsenen haben auch erst überlegt was wir nehmen sollen, haben uns aber dann systematisch vorgearbeitet und (fast) alle Sorten probiert.

Fazit nach der 1. Versuchsrunde:WP_20170917_09_13_40_Pro
Einen gemeinsamen Favoriten werden wir nicht finden, jeder hat einen zu unterschiedlichen Geschmack. Junior hat die Cookie Crisp zwar probiert aber sein Geschmack waren sie nicht – auch nicht trocken (ohne Milch) – nach zwei Bissen hat er lautstark nach seinen geliebtem Müsli verlangt… – wer denkt, das Kinder grundsätzlich immer die süßen Frühstücksflocken vorziehen würden, irrt. Unsere Große hat hingegen eine Großteil ihrer Cerealien verdrückt, war danach aber schon zu satt, um noch was anderes zu probieren. Bei uns “ganz Großen” wurden nach dem Kosten schnell persönliche Favoriten deutlich: für Stefan die “Fitness”-Flocken – die schmecken einfach lecker und nicht so süß – und für mich die “Cheerios” – des Geschmacks wegen, hatten einen Süchtigkeitsfaktor, wie ich die darauffolgenden Tage feststellen musste…

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Bei einem Produkt allerdings waren wir uns alle einig, das es superlecker ist: die “Sonne-Mond-und-Sterne” Snacks von XOX. Mild, herzhaft, knusprig und perfekt für Kinder! Jetzt ratet mal, warum es von diesem Testessen keine Fotos gibt… ;)

WP_20170914_17_09_21_ProBei den XOXs gerösteten Erdnüssen war das Fotografieren auch hinderlich, denn es endete damit, das ich kaum was abbekam und Junior innerhalb von kurzer Zeit den Großteil alleine auffutterte.
Ich würde mal sagen, da ist Nachschub fällig!

WP_20170914_17_11_23_Pro WP_20170914_17_12_25_ProHey, das sind meine! WP_20170914_17_15_26_Pro

WP_20170924_18_34_54_ProZum Glück war die Packung Flips im Produkttestpaket mit 450g – Partygröße – mehr als groß genug für uns als Familie, sodass wir uns bei diesem Test nicht um die Bissen streiten mussten. Während Indiana Jones sich durch den Urwald kämpfte, hatten wir beim Filmabend endlich mal keinen Kampf im Wohnzimmer – jeder bekam genug ab und wir waren uns auch bei diesen Produkt einig. Lecker, Lecker, lecker, schmeckt richtig nach Erdnuss und nicht pappig wie andere Erdnussflips.

Und das Karamel-Toffee-Popcorn? Mit Popcorn kann ich meine Kinder nicht locken, egal ob (zucker)süß oder salzig, aber Stefan und mich hat es sofort verzaubert. Wer Toffee-Bonbons mag und Popcorn dazu, wird diese Mischung so lieben wie wir! Und warum gibt es davon jetzt kein Foto – tja, weil ich es gerade essen während ich tippe und nein, ich mache jetzt kein Foto davon. Allerdings sollte ich noch etwas übrig lassen, weil sonst gleich meine bessere Hälfte meckert, dass sie nicht mehr genug abbekommen hat, um das Popcorn ausgiebig zu “testen”. Wetten?

Nachdem wir nun einige Tage die Produkte von Nestlé und XOX testen durften, kommen wir zu folgendem Schluss:

1. Die Produkte beider Firmen haben unsere Bemühungen, möglichst müllsparend und ohne (viele) Plastik-Umverpackungen zu leben, erschwert, denn jedes Produkt war in Plastikfolie verpackt und gerade bei kleineren Packungen ist das schade. Vielleicht mal eine Anregung für die Hersteller über das Müllproblem nachzudenken – vielleicht sind nachhaltigere Alternativen möglich.

2. Alle Snacks von XOX haben uns geschmacklich überzeugt, obwohl unsere Geschmäcker verschieden sind, fand sich für jedes Produkt mindestens ein begeisterter Esser.

3. Obwohl wir sonst der Firma Nestlé wegen Ihrer Firmenpolitik und anderen Produkten (und deren Inhaltsstoffen) eher kritisch gegenüberstehen, müssen wir trotzdem zugeben, dass uns einige Testprodukte geschmacklich überzeugen konnten (z.B. die Cheerios und die Fitnessflocken).

4. Die Inhaltsstoffe der Cerealien (und der Geschmack) haben uns darin bestätigt, dass Frühstücksflocken vielleicht ein leckeres Frühstück sein können, aber kein Ersatz für ein vollwertiges, ausgewogenes und (nicht zu) zuckerlastiges Essen sein sollten! Gerade Kinder sollte man nicht nur mit Cerealien in den Tag starten lassen, frisches Obst und Gemüse können die schönen Flocken nicht ersetzen!

5. Auch für die Knabbersnacks von XOX sollte gelten – mal ist okay, aber nicht ständig! Gerade Kinder werden schnell satt und man sollte auf die Menge achten, es sind schließlich Snacks und keine Hauptmahlzeiten.

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Soweit zu unseren Erfahrungen, jetzt seid ihr dran, macht eure eigenen…


sternchenDie Groschenhexe bekam die Testprodukte kostenfrei zur Verfügung gestellt, mit der Bitte der Hersteller, nach dem Verzehr ein Feedback zu geben. Für das Abfassen eines umfangreichen Artikels wie den hier vorliegenden wird die Groschenhexe von den o.g. Herstellern weder bezahlt oder andersweitig entschädigt, noch war dieser von den Herstellern verlangt. Der Artikel gibt die persönliche Meinung der Groschenhexe(-Familie) wieder.