Gratisprobe und wohltätige Spende

Noch bis zum 20. Dezember und solange der Vorat reicht kann man die kostenlose isla-Geschenkbox (2 isla-Halsbonbons in Geschenktütchen) bestellen und damit die Spendensumme für die Kinderhilfsorganisation Plan International erhöhen!
isla spendet – du brauchst nur die Gratisprobe
anfordern ! Keine Kosten für dich! Aber eine gute Tat vollbracht!

 

Verpackungsmüll unter dem Tannenbaum

Angesichts des Müllberges am Heiligen Abend, der den Geschenkestapel weit überragt, fragt sich so mancher, was denn da eigentlich auf dem Wunschzettel stand. Hohe Müllgebühren, volle Abfalltonnen, zerrissenes Papier, Schleifenband in unzähligen Farben, haufenweise Folien und Klebestreifenreste?

 Eigentlich wollen wir bzw. der Weihnachtsmann Freude durch ein Geschenk bereiten und nicht Ressourcen verbrauchen, die Umwelt vermüllen und verschmutzen, unnötig CO² in die Luft blasen, Frist und Arbeit auf den Beschenkten abladen, der den Müll aufsammeln, sortieren und entsorgen muss…

Nikolaus und Weihnachten, aber auch andere Festtage, kommen auch ohne den Verpackungswahnsinn aus!

Tipps gibt es im Artikel “Wie schlimm ist Geschenkpapier?” von Spiegel Online und im beliebten “Brief an den Nikolaus” von der Groschenhexe:


Lieber Nikolaus,

(Okay, Knecht Ruprecht, Zwarte Piet, das Christkind, der Weihnachtsmann, alle Elfen, Weihnachtsengel usw. dürfen sich auch angesprochen fühlen!)

morgen ist der 6. Dezember und du hast die kommende Nacht viel zu tun, musst Stiefel füllen, kleine und große Geschenke abliefern.
Besondern die Kinder sollen am Nikolaustag überrascht werden und Freude an den Geschenken haben. Dabei ist Ihnen nicht so wichtig, ob das Geschenk aufwendig oder besonders bunt verpackt wurde, der Inhalt ist Ihnen viel wichtiger!
Dir sollte es ebenso gehen, lieber Nikolaus, denn Geschenkpapier, Folien, Geschenkband, Klebestreifen, Geschenkanhänger u.ä. landen nach wenigen Minuten im Müll, selten wird davon etwas wiederverwendet. Es wird höchste Zeit, dass auch du mal über deine Öko-Bilanz nachdenkst, denn du bist ein Vorbild für die Kinder!
Ich sage nicht, dass du in Zukunft nur noch Geschenke ohne Verpackung mitbringen darfst, aber hier ein paar Tipps, wie du den Verpackungsmüll-Wahnsinn reduzieren kannst:

♥ Verstecke kleinere Geschenke tief unten im Stiefel und verdecke sie mit Obst, Nüssen, Süßigkeiten, Tannenzweigen usw. – der Stiefel ist blickdicht und Verpackung genug!
♥ Statt neuem Geschenkpapier und -folie nimm doch “altes” Papier, dass du nicht mehr benötigst, z.B. von Zeitungen (verziere es ggf. noch schön) – das erfüllt den gleichen Zweck und wird so recycelt.
♥ Du kannst größere Geschenke auch in Stoffsäckchen, Jute-Säckchen oder Pappschachtel verpacken. Diese kann man immer wieder verwenden und du kannst sie nach der Bescherung doch (heimlich) wieder abholen für’s nächste Jahr!


♥ Statt Klebestreifen und Kunststoff-Geschenkband nutze doch
Papierklebeband, Schnüre aus Papier, Naturfasern oder Recycling-Schnur (gibt es z.B. beim Ökoversand Waschbär).
♥ Statt industriell hergestellt und verpackten Süßigkeiten backe mit deinen Helfern doch einfach mal (wieder) mehr Plätzchen, Weihnachtsgebäck oder mache Süßigkeiten selbst.
♥ Besorge dir Schoki, Nüsse, Obst usw. am besten unverpackt – die Umwelt dankt es dir!

Ich hoffe ich konnte dir ein paar Ideen geben, wie auch du, lieber Nikolaus, deinen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten verkleinern kannst. Gerade du, der so viele Menschen weltweit beschenkt, sollte unsere Erde nicht noch weiter verschmutzen. Ansonsten werden die Geschenke für die Kinder für sie irgendwann zum Bummerang und kommen als Umweltverschmutzung, verseuchtes Essen und Müllberge zurück. Solche “Geschenke” will dann keiner!
weihnachten_4704934e0326ce03309c55534acb0380Falls du es nicht schaffst, dieses Jahr noch gleich auf umweltfreundlicher umzurüsten, dann hebe dir die Ideen für nächstes Jahr auf und vergiss sie nicht.

Deine Groschenhexeweihnachtsmann-0128.gif von 123gif.de

 

Werbefilm eines kleinen Einzelhändlers in Wales wird Internethit

Es ist nicht der Weihnachtswerbefilm einer großen Ladenkette, eines großen Herstellers oder Konzerns
- DAS IST DER WERBEFILM EINES KLEINEN GESCHÄFTS IN WALES!

Werbefilm Hafod

Gute Weihnachtswerbung muss nicht teuer und aufwendig sein (in diesem Fall nur Kosten von ca.118€) – wichtig ist, dass sie von Herzen kommt! Das dachten auch viele Twitternutzer und machten das Filmchen über Stadt- und Landesgrenzen hinweg bekannt.
Zu Recht! Denn:

In der Adventszeit sind es vor allem auch die vielen kleinen Einzelhandelsgeschäfte, die für (Vor)Freude, Geschenke, Stimmung & unser alltägliches Wohl sorgen!

Meeresspiegelanstieg bis 2050 höher als erwartet

Der Meerespiegel steigt durch den Klimawandel, das ist nichts Neues. Neu sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie, laut welcher der Anstieg bis zum zum Jahr 2050 viel höher ausfallen wird, als bisherige Berechnungen annahmen.
Städte wie Bankog, Alexandria, Shanghai oder Mumbai verschwinden somit und 150 Millionen Menschen verlieren im warsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen!

Hier geht es zum Artikel “Rising Seas Will Erase More Cities by 2050, New Research Shows” vom 29.10.2019 in The New York Times !

IKEA Adventskalender 2019 : Weniger Chancen auf hohe Gutscheinwerte

Im Adventskalender von IKEA sind auch im Jahr 2019 wieder Schokolade und Gutscheine zu finden. Die Gutscheine haben wie bisher den Wert von mindestens 5€. Allerdings sind ab 2019 die Chancen einen Gutschein mit höherem Wert im Kalender zu finden viel geringer geworden!

Genaueres dazu gibt es in dem Artikel von ekitchen.de  !

Gratisartikel bei Druckerzubehör

Bereits ab 9,95€ Mindestbestellwert kann man sich im Onlineshop “Druckerzubehör.de” alle diese Gratisartikel (je 1x) dazubestellen!!

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Druckerzubehör hat ein umfangreiches Sortiment an Druckerpatronen, Toner, Bürobedarf, Batterien, Handy- und Computerzubehör…da findet man bestimmt etwas, was man sowieso brauchte oder ein Geschenk für Weihnachten/Nikolaus!

→ Über 6 Millionen Kunden sparen schon! www.druckerzubehoer.de

Aktuelle Gratisartikel (28.10.19, 12:00 Uhr)

- Handy USB Lade- & Datenkabel
– LED Weihnachtsbaum, 12,5 cm
– Schutzbeutel für Schuhe, 2 Stück
– Duftkerze Zitronella im Zinktopf
– Design Weihnachtsdeko-Aufsteller
– Schlüsselanhänger ‘Atmosphere’, Herz
– Magnetisches Reisespiel, 5-fach sortiert
– Arbeits- und Zimmermannsbleistift, 18 cm
– Spülbeckeneinlage, quadratisch: 28 x 28 cm
– Schlüsselanhänger mit Flaschenöffner und LEDs

Aktualisierung des Beitrags: Marktforschungspanels – Geld verdienen durch bezahlte Umfragen

Es war echt überfällig, aber jetzt ist es geschafft: Der Beitrag “Marktforschungspanels – Geld verdienen durch bezahlte Umfragen” – einer der ältesten Artikel auf der Groschenhexe-Webseite – wurde überarbeitet, aktualisiert und ergänzt! Reinschauen lohnt sich!

Das erste Mal “Einheitsbuddeln” – Bäume pflanzen am Nationalfeiertag

WP_20191003_15_43_39_ProEinheitsbuddeln – was soll das sein? Gemeinsam im Sand etwas vergraben? Einheitliche Flaschen?
Ohne Erklärung hätte ich es auch nicht verstanden:

Einheitsbuddeln ist eine Aktion anlässlich des Tags der Deutschen Einheit, die das Bundesland Schleswig-Holstein ins Leben gerufen hat und welche u.a. durch den Cartoonisten Ralph Ruthe in den sozialen Medien verbreitet wurde.

Die Idee: An Traditionen anlässlich unseres Nationalfeiertags mangelt es uns Deutschen. Was wäre, wenn wir einfach eine neue Tradition einführen, die einen Beitrag zum Umweltschutz leistet und für nachfolgenden Generationen Bestand hat?

Was wäre, wenn jeder Deutsche am Nationalfeiertag einen Baum pflanzen würde?
Das wären 83 Millionen Bäume – jedes Jahr!

6Die Umsetzung: Das Land Schlesig-Holstein startete einen Spendenaufruf um zunächst einen kleinen Wald mit 40.000 Bäumen pflanzen zu können. 5€ pro Baum, manche Firmen und Partner stifteten größere Mengen. Zudem wurden die Bürger ermuntert zusätzlich oder statt der Baumspende privat oder in kleinen Pflanzaktionen selbst Bäume zu pflanzen.

Das Ergebnis: Bereits Mitte August waren soviele Spenden zusammengekommen, dass das Ziel von 40.000 Bäumen erreicht war – mehr als sechs Wochen vor dem 3. Oktober! Das Spenden ging weiter, es kamen immer mehr Bäume zusammen und die erste Waldfläche war bereits nicht mehr groß genug, sodass eine zweite Fläche für einen Wald gesucht wurde. Die Suche nach einer 3. Fläche läuft. Zusätzlich haben sich bundeweit viele Menschen gefunden, die am Tag der Deutschen Einheit z.B. im Garten, auf dem Firmen- oder Vereinsgelände selbst aktiv Bäume pflanzen wollten. Am Ende des Tags der Deutschen Einheit (Stand kurz vor Mitternacht) kamen insgesamt über 106.000 Bäume zusammen.

Die Groschenhexe war sofort von der Idee des Einheitsbuddeln begeistert. Sie ist keine umfassende Lösung gegen den Klimawandel, Waldsterben oder Artensterben, sie ersetzt keine politischen Reformen und Beschlüsse, aber sie setzt ein Zeichen und füllt einen bisher traditionsleeren Feiertag mit mehr Sinn.
UnbenanntAlso hat die Groschenhexefamilie, wie viele andere Menschen in Deutschland – (leider) als einzige in ihrem Wohnort – einen Baum gepflanzt. Auf der Terrasse in einem Kübel.
Der kleine Zwerg-Apfelbaum wird nicht riesig und nicht jahrhunderte alt werden, aber bei guter Pflege uns vielleicht 15 Jahre lang u.a. mit Sauerstoff und Äpfeln versorgen, Vögeln einen Rastplatz bieten…

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Dieser Baum wird nicht die Welt verändern. Sicherlich sind 106.000 Bäume wenig, nahezu lächerlich, angesichts der Menge Wald, die tagtäglich auf unserem Planeten verschwindet. Aber vielleicht schaffen wir es wirklich so viele Menschen von dieser Idee zu begeistern, dass es bald jedes Jahr am 3. Oktober Millionen Bäume sein werden. Dann werden Millionen Bürger ein Zeichen gegen Klimawandel und Umweltzerstörung setzen und Millionen Kinderaugen begeistert sehen und erleben können, dass Eltern, Großeltern usw. etwas für ihre Zukunft leisten.

Noch bis mindestens Ende Oktober können weiterhin Bäume auf Einheitsbuddeln.de gespendet werden, und Bäume pflanzen sollten wir eigentlich nicht nur am Tag der Deutschen Einheit, sondern jeden Tag!

Spätsommer, Mundräubern und Klimastreik – Wochenbuch im September 2019

WP_20190918_09_19_31_ProWarum ich heute ausgerechnet über die Woche vom 16. – 22. September 2019 schreiben möchte? Weil es aus meiner Sicht wichtige Dinge zu berichten gibt, alltägliches und politisches, positives und negatives…

Wie war eure Woche? Schön? Habt ihr das Spätsommerwetter genossen? Mit euren Kindern einen unvergesslichen Weltkindertag verlebt? Die politischen Ereignisse oder den Start des Oktoberfestes verfolgt? Gearbeitet, gefaulenzt, gelernt oder gestreikt?

Jeder von uns lebt ein anderes Leben, hat andere Interessen, Hobbys oder Ansichten. Was ich in dieser Woche aber sehr eindrucksvoll erleben und erfahren durfte: Bei vielen Dingen, die ich tue, denke, ausspreche oder empfinde, fühle ich mich allein, vielleicht isoliert und (gefühlt) ein einziger betroffen – dabei gibt es so viele Menschen, denen es ähnlich geht!
Es ist als ob ein Mensch, der riesiger Fußballfan ist, jedoch in keiner Mannschaft mitspielen darf/kann, allein mit seinem Ball zum öffentlichen Sportplatz geht. Dort trifft er plötzlich einundzwanzig andere Menschen mit Fußbällen, die den gleichen Gedanken hatten. Es werden spontan zwei Mannschaften gebildet und das Spiel kann losgehen.

WP_20190918_09_05_20_ProIch mag zwar kein Fußball, aber ich bin Selbstversorger, versuche umweltbewusst zu leben, versuche Geld zu sparen, bin Mutter zweier Kinder… und bei all diesen Dingen kann man sich auch einsam und allein fühlen. Während andere prall gefüllten Einkaufstaschen aus dem Auto ins Haus tragen und ein schnelles (Fertig-)Gericht zum Abendessen servieren, ernte ich im Garten Brombeeren, Möhren, Tomaten usw. und investiere viel WP_20190922_19_46_43_ProZeit, um schließlich einen gesunden und leckeren Abendbrottisch zu decken. Andere holen große Scheine aus dem Portemonnaie, ich zahle an der Kasse oftmals mit Klimpergeld. Während mancher sich nach Feierabend auf das Sofa vor den Fernseher legt, wasche ich Wäsche, lese Kinderbücher vor oder überlege, wie ich dem Nachwuchs zum Weltkindertag eine Freude machen könnte.
(Mein Mann liest gerade diese Zeilen und meint, es würde klingen, als wäre ich alleinerziehend. Aber nein, Schatz, du bist an meiner Seite!)

IMG-20190921-WA0002So stand ich diese Woche im Garten, goss mit dem letzten Regenwasser aus den Tonnen die Pflanzen und fragte mich, warum nur ICH keinen Regen kriege. Der Boden war ausgetrocknet und erinnerte an eine Wüste, das Wasser reichte nicht für alle Pflanzen… und das wenige Tage vor dem kalendarischen Herbstanfang! Fakt ist, dass nicht nur ich keinen Regen abbekomme! Es trifft andere auch, Gärtner, Selbstversorger, Blumenfreunde, Landwirte. Spätestens seit dem Dürresommer 2018 geht es vielen so wie mir! Wir ernten zwar oft (noch) etwas, aber vieles geht auch ein, vertrocknet, verkümmert, wird zerhagelt oder von Wassermassen weggeschwemmt. (An dieser Stelle Danke den vielen Kontakten auf Twitter, die mir in den letzten Monaten gezeigt haben, dass nicht nur ich mit dem Wetter und seinen Auswirkungen Probleme habe.)

IMG-20190918-WA0004Würde ich als Selbstversorger nur das zur Verfügung haben, was unser Garten abwirft, so wäre das manchmal eintönig oder nicht so viel. Zum Glück gibt es nette, teilende Mitmenschen, Foodsharing und die hilfreiche Karte von mundraub.org! Da wir keine eigenen Obstbäume haben war ich in den letzten Wochen Zwetschgen und in dieser Woche Birnen mundräubern. So kommen neben den Beeren und dem Gemüse aus dem Garten auch Birnen auf unseren Tisch.

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Neben dem Birnbaum lag auch noch eine leere Pfanddose, die ich mit aufgehoben habe!
Wieder 25 Cent für den “geilen Beutel“!

 

IMG-20190917-WA0001 Ein wenig zusätzliches Kleingeld schadet nicht, denn Geld wie Heu haben wir nicht. Qualität und kleiner Luxus müssen aber auch nicht teuer sein!
Beispiel: Mitte der Woche habe ich morgens etwas mehr als eine Stunde Arbeit in die Vorbereitung des Frühstücks investiert : es gab selbstgemachte Brötchen und Milchhörnchen (und für den Nachmittag eine Marmeladen-Hefeteigrolle). Zum Bäcker gehen wäre sicherlich schneller und einfacher, aber preislich etwas ganz anderes gewesen. (Wie man einfach Brötchen selber macht, könnt ihr im Wochenbuch-Eintrag vom
29. Januar 2017 nachlesen.)

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Am Donnerstagvormittag habe ich wieder Zeit und Arbeit investiert, und zwar in ein Pappschild. Ein Pappschild für den globalen Klimastreik am Tag darauf. Monatelang habe ich die “Fridays For Future”-Bewegung verfolgt, wohlwollend, mit Respekt und mich schließlich entschlossen auch auf die Straße zu gehen. (Warum? Das lest ihr in meinem Arikel Ein guter Text und ein Aufruf der Groschenhexe!)

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Ich hatte ursprünglich vorgehabt im Namen meiner Kinder auf die Demo zu gehen, wie viele andere Eltern auch. Letzten Endes stand ich am Freitag um 11:30 Uhr aber nicht nur sprichwörtlich, sondern auch wortwörtlich hinter meinem Kind, denn die Nachwuchs-Groschenhexe war ebenfalls auf die Straße gegangen. (Bevor hier der große Aufschrei kommt: Nein, sie hat nicht geschwänzt! Ihre Schule hatte jedem Schüler mit elterlicher Erlaubnis die Teilnahme an der Demo gestattet.)
Mein Pappschild hatte ich vielleicht allein gebastelt, aber mit meinen Forderungen, Hoffnungen und Gedanken war ich nicht allein gewesen.
In Göttingen gingen am 20. September zusammen mit mir 10.000 Menschen auf die Straße, in Deutschland sind insgesamt 1,4 Millionen Menschen am Klimastreik beteiligt gewesen. Menschen jeden foto mengeAlters, verschiedener Religionen und sozialer Schichten, politisch nicht in jeder Hinsicht einig, aber vereint in der Forderung nach politischem Handeln, um Klimawandel und Umweltzerstörung zu bekämpfen.
Noch während wir durch die Straßen Göttingens gingen, hatten wir alle etwas Hoffnung, dass das Klimakabinett in Berlin unsere Forderungen aufgreift, sich dem Rat der Wissenschaft nicht verschließt und Maßnahmen ergreift, die eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf 1,5°C möglich machen.

Die Groschenhexe hat sich jahrelang auf dieser Webseite bemüht, sich politisch objektiv zu äußern, denn ich möchte niemandem vorschreiben, was er für eine (politische) Meinung haben soll. Was aber z.B. die Themen Klimawandel, Klima- und Umweltpolitik und Fridays For Future angeht, möchte ich meine bisherige Objektivität ablegen. 

WP_20190920_11_56_25_ProAls ich am Freitagnachmittag von den Beschlüssen des Klimakabinetts las – auf eine Enttäuschung hatte ich mich schon im vornherein eingestellt – war ich fassungslos, enttäuscht und wütend. Das Klimapaket ist nicht nur meiner Meinung nach (Fridays For Future, Umweltverbände und Wissenschaftler sagen dies auch!) so unzureichend, handlungsscheu und industriegefällig, dass es eine Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens nicht realisierbar macht.
Es ist, als wenn man einem Kind eine Mega-Geburtstagstorte verspricht und dann mit Posaunen und Trompeten einen verkohlten, harten Keks serviert – und sich selbst feiert, wie toll man gebacken hat.
Um es mit den Worten der Nachwuchs-Groschenhexe zu sagen: “DAFÜR bin ich nicht zur Demo gegangen!”

WP_20190922_12_47_12_ProWelche Konsequenzen ziehe ich aus den Erlebnissen dieser Woche?

Ich werde weiterhin mein Obst und Gemüse selbst anbauen und meine Kinder lehren, die Natur zu achten.
Ich werde mit anderen Erfahrungen austauschen und versuchen, den Wetterkapriolen im Garten vorbereitet und mit mehr Gelassenheit zu begegnen.
Ich werde weiter auf die Straße gehen, solange demonstrieren, wie es nötig ist.
Ich werde jedem Leser meiner Webseite ans Herz legen, die Umwelt zu schützen und seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
Ich versuche, wann immer ich noch einmal das Gefühl bekomme allein zu sein, mich daran erinnern, dass es noch viele andere Menschen gibt, die meine Sorgen und Ängste teilen.
Und ich danke jedem Leser, der diesen Text bis hierhin verfolgt hat.