Projekt “elbwolle” im Fernsehen

elbwolle ndr1Das Projekt “elbwolle”bekannt aus der Beitragsreihe “Meine nachhaltige Idee” auf der Groschenhexe – war am 06.04.2018 in der Fernsehsendung “Im Wendland – Mit Träumen und Tatendrang” in der Beitragsreihe “die nordstory” im NDR zu sehen.

elbwolle ndr2Ute und Marcel Luft kaufen Schafswolle von kleineren Herden in der Region Wendland auf und stellen aus dieser verschiedene Produkte her. Damit wird die Wolle aufgewertet und endet nicht auf dem Kompost.
Ein nachhaltiges Projekt, das die Region unterstützt!

elbwolle ndr3Im Fernsehbeitrag kann man sehen, wie die Wolle produziert, verarbeitet und vermarktet wird. Welche Wege das Ehepaar Luft beschreitet, um “elbwolle” und seine Produkte bekannter zu machen und welche Träume und Ideen für die Zukunft bleiben, darf man in dem Fernsehbeitrag auch erfahren.

Zusammen mit anderen Projekten und Unternehmen aus der Region Wendland, die ebenfalls in der Sendung vorgestellt werden, zeigt “elbwolle”, was nachhaltige Ideen, Engagement und Zusammenarbeit möglich machen können!

Ein schöner Fernsehbeitrag, schaut ihn euch umbedingt mal an oder lest (nochmal) das Interview der Groschenhexe mit Ute Luft!

Im Wendland – Mit Träumen und Tatendrang

Zwei Filmtipps: “Summ mir das Lied vom Tod” & “The Green Lie”

Oftmals muss man sehen, dass etwas schief läuft und falsch ist, bevor man es glaubt. Vom Bienensterben haben die meisten schon etwas gehört, ebenso davon, das die Konzerne sich als nachhaltig preisen, auch wenn die Realität nicht ganz so aussieht.
Aber wieviel wissen wir eigentlich wirklich zu diesen Themen?

Hier zwei Filmtipps zum Wachrütteln, Wachwerden, Begreifen, Erkennen, Weitersagen, Nachdenken, Umdenken…

♦ Summ mir das Lied vom Tod

Ein Dokumentarfilm zum Bienensterben von Regisseur Frank Höfer.

Fragt man die Chemieindustrie, so wird für das seit Jahrzehnten stattfindene Bienensterben die Varroa-Milbe als Ursache genannt. Als NuoViso Filmproduktion aber Imker besucht und nachfragt, zeigt sich ein anderes Bild. Schaut euch den Trailer (=Filmausschnitt) an und werdet neugierig auf den Film.
Dieser ist auf DVD erhältlich!

⇒ Groschenhexe-Artikel: Ein Zuhause für Bienen und Co. – Insektenhotels und Bienenweiden


♦ The Green Lie (zu deutsch: Die Grüne Lüge)

Filmmacher Werner Boote, bekannt durch seinen Film “Plastic Planet” (→ mehr zum Film Plastic Planet findet man im Groschenhexe-Artikel: müllreduziert, Zero Waste oder plastikfrei leben), kommt ab 9. März wieder ins Kino mit seiner neuen Dokumentation “The Green Lie”. Dieser handelt von den Ökolügen der Konzerne und wie wir uns dagegen wehren können.
Wieder ein Film der “Aha”-Momente erzeugt, wachrüttelt und zum Nach- und Umdenken anstößt! Schaut euch den Trailer an und freut euch mit der Groschenhexe auf den Gang ins Kino!

the green lie

 

Meine nachhaltige Idee : Simplimentär

groschenhexe idee logo muster fertigIn der Beitragsreihe “Meine nachhaltige Idee” möchte die Groschenhexe euch als 2. Projekt “Simplimentär” vorstellen.
Lisa Sofsky hat sich hierfür bereit erklärt, dem Groschenhexe-Team (Stefan und Eva Pfister) 10 Fragen zu beantworten. An dieser Stelle Danke an Lisa für das schriftliche Interview und euch viel Spaß beim Lesen!

Steckbrief simpli

simpli schmal

 


10 Fragen von Stefan und Eva an Lisa Sofsky über
Ihre nachhaltige Idee “Simplimentär”:

1. Eva: Wie kamen Sie auf die Idee, den Simplimentär-Kalender zu entwerfen?

2016-03-19 20.43.55Lisa: Simplimentär habe ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit meines Kommunikationsdesign-Studiums in Mannheim entworfen. Ich wollte meine Leidenschaft und Überzeugung für die Nachhaltigkeit mit meinem Handwerk, der Gestaltung, verbinden und es so für “etwas Gutes” nutzen. Zunächst wollte ich ein Buch über Nachhaltigkeit und DIY gestalten, jedoch war dahingehend schwierig zu greifen, was da alles hineingehört (das ist einfach so ein großes Thema). Als dann mein Mitbewohner beim Blick auf meinen eigenen Taschenkalender, den ich seit Jahren selbst und von Hand gestalte, fragte, wieso ich eigentlich nicht so etwas mache, war die Idee geboren. Die Kalenderform bietet nämlich die perfekte Struktur und den saisonalen Bezug, die mir vorher gefehlt hatten.

2. Eva: Der Kalender enthält für jede Woche eine Aufgabe, welche auf die vorherigen aufbaut. Was kann man sich genau unter diesen Aufgaben vorstellen und was wäre, wenn man es nicht schafft, ein paar dieser Aufgaben umzusetzen? Ergeben sich dann Probleme, die darauf aufbauenden Aufgaben zu bewältigen?

Lisa: Die Aufgaben sind sowohl klare Handlungsanweisungen (wie z.B. der Vorschlag, in einer Woche möglichst viel unverpackt einzukaufen), als auch Rezepte, Selbstmachanleitungen aus dem Bereich Haushalt und Kosmetik, Wissenswertes, Filmempfehlungen etc. Sie bauen insofern aufeinander auf, als dass zu einigen Aufgaben vor allem am Anfang des Jahres längere Informationstexte nötig waren, die später quasi vorausgesetzt werden (z.B. zum Thema Minimalismus oder Zero Waste). Also keine Sorge, es ist nicht schlimm, wenn in einer Woche keine Zeit für die Aufgabe bleibt und man kann sie auch untereinander tauschen, wenn etwas anderes gerade besser in den eigenen Zeitplan passt.zerowaste

3. Eva: Ihre Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung der Kalender-Produktion lief gut an und das Fundziel ist viele Tage vor Kampagnenende bereits fast erreicht.* Welche Pläne haben Sie, falls der Zuspruch durch die Crowd höher ausfällt und viel mehr Geld zusammenkommt als erwartet?
sternchen(Zum Zeitpunkt der Fragestellung fehlten bis zum Fundingziel noch einige hundert Euro.)

Lisa: Tatsächlich haben wir das Fundingziel schon nach sieben Tagen erreicht, was mich unglaublich gefreut hat! Durch den kleinen Überschuss, den wir erreicht haben, können die Dankeschöns nun ein wenig üppiger ausfallen, jeder bekommt so noch eine oder mehrere Postkarten dazugeschenkt, um auch Anderen damit eine Freude machen zu können. Zudem spiele ich mit dem Gedanken, einen kleinen Betrag pro Kalender an eine Umweltschutzorganisation zu spenden. Dazu möchte ich mich aber noch genauer informieren und diese mit Bedacht auswählen.

4. Stefan: Die Idee ist gut und, wie das Crowdfunding zeigt, das Interesse hoch. Welche Pläne gibt es, den Kalender zu vermarkten,bzw. auch jenseits der Crowdfunding-Unterstützer bekannt zu machen? (Buchhandel, Werbung, etc.?)

kalenderganzLisa: Oh vielen Dank für das Kompliment! Ich würde mich in jedem Fall freuen, wenn es Simplimentär 2019 wieder gibt und bis dahin auch an Verlage und kleine regionale Buchhandlungen herantreten. Zudem hat er schon jetzt für mehr Wirbel gesorgt, als ich dachte und gerade im Bereich Social Media habe ich ganz tollen Zuspruch erhalten (so zum Beispiel auch dieses Interview ;) )

5. Stefan: Kann man den Kalender auch offline kaufen, d.h. wie und wo finden interessierte Menschen ohne Internet ihn?

Lisa: Da ich den Kalender erst im Oktober fertig gestellt habe und er mit der Crowdfundingkampagne quasi erst das “Licht der Welt” erblickte, hatte ich kaum Zeit, geeignete Orte für den Verkauf zu suchen. Es wird Restbestände der ersten Auflage (sofern es welche gibt) in meinem DaWandashop geben. Für das kommende Jahr habe ich aber auch vor, ihn auf Designmärkten, regionalen Veranstaltungen und Nachhaltigkeitsmärkten vorzustellen! 

6. Stefan: Können die Simplimentär-Fans auf eine Fortsetzung des Kalenders für weitere Jahre hoffen (mit neuen Aufgaben und Zielen?), oder bleibt es bei einer Ausgabe welche lediglich das Kalendarium wechselt?

Lisa: Wow, Simplimentär-Fans, ungewohnt! :) Wie bereits erwähnt würde ich gerne einen Simplimentär 2019 gestalten. Dabei hätte ich auch wirklich Lust darauf, neue Aufgaben und auf jeden Fall neue Illustrationen zu kreieren. Da ich gerade mein Studium abgeschlossen habe, kann ich natürlich noch nicht so genau sagen, wie es zeitmäßig bei mir 2018 aussehen wird, aber sofern es klappt, ist das mein Plan für Simplimentär.

saisonkalenderdetail7. Stefan: Wie wäre es mit einer immerwährenden Variante, so dass man auch mittem im Jahr beginnen kann simplimentärer zu leben?

Lisa: Auch das wäre denkbar und hatte ich auch für den jetzigen Simplimentär überlegt. Da wollte ich jedoch auch gerne “Nachhaltigkeits-Meilensteine” mit aufnehmen, sodass ich mich für eine datierte Variante entschieden habe, Undatiert wäre aber in jedem Fall möglich.

8. Stefan: Die Groschenhexe-Leser interessieren sich besonders für Artikel für werdende Eltern und Kinder. In wieweit bietet Simplimentär ihnen etwas besonderes?

Lisa: Ich habe zwar keine Kinder, aber ein wenig Erfahrung in der Jugendarbeit. Einige der Aufgaben eignen sich ganz wunderbar dafür, sie auch mit kleineren Kindern zusammen auszuprobieren, wie z.B. das Ostereierfärben mit Pflanzenfarben. Generell hilft der Kalender, ein nicht nur nachhaltigeres, sondern auch gesünderes Umfeld für eine Familie zu schaffen. Zum Beispiel, indem Plastik und reizende Stoffe verringert werden, zu einer regionalen frischen Ernährung angeregt wird und Werte besprochen werden, die, kindgerecht erklärt, Achtsamkeit und Bewusstsein beim Kind schaffen.

9. Stefan: Viele Themen wie Nachhaltigkeit, Zero Waste, etc. sind gerade in jungen Jahren gut zu lernen und wichtig bevor Konsum und Medien die Jugend in den alltäglichen Konsumenten verwandeln. Ist Simplimentär auch für Kinder geeignet bzw. wäre eine kindgerechte Variante eine Idee für die Zukunft?

Lisa: Einen großen Teil dieser Frage habe ich in meiner Antwort auf Frage 8 schon vorweggenommen ;) Ja, ein Simplimentär speziell für Kinder wäre auch eine sehr schöne Idee. Wenn ich bedenke, wie gerne ich meine Selbstmach- und Jahrbücher als Kind mochte, kann ich mir das wirklich gut vorstellen. Aufgabenvorschläge sind sehr willkommen!

10. Stefan: Danke für das Interview. Das letzte Wort gehört Ihnen. Irgendetwas, dass Sie den Lesern noch mitteilen möchten?

Lisa: Vielen Dank Ihnen für die liebe Anfrage, hat mich sehr gefreut! Was mir wichtig ist: Jeder kann etwas verändern, wenn er nur anfängt. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, so wie es auch nicht darum geht, jede Aufgabe im Kalender mit Bravour zu meistern. Es geht mir vielmehr darum zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und ein bewusstes Leben im Alltag möglich sind und vor allem auch Spaß machen können!

Weitere Infos zum Simplimantär-Kalender und die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen, gibt es auf der Projektseite auf Startnext!

Zähneputzen ohne Plastik – von klein auf

Wer sich mit zerowaste und der Reduzierung von Plastikmüll beschäftigt, kommt schnell mit dem Thema “Zähneputzen ohne Plastik” in Berührung.
Tagtäglich haben nicht nur wir Erwachsene eine Plastikzahnbürste im Mund, sondern auch Kinder, die unbekümmert mit dem bunten Plastikteil wild die Zähne schrubben, daran lutschen oder auf dem Plastik herumkauen (und sogar weiche Plastiktteile davon abknabbern wie mein Junior kürzlich).
Ob das gut für die Gesundheit ist???
Und der Müll! Jede Plastikzahnbürste hat nur eine begrenzte Lebensdauer (- die kaputtgeknabberte von Junior wurde sogar nur einmal benutzt!), dann wandert sie in die Tonne! Recycling? Wohl kaum!

WP_20160813_17_45_56_ProAber es geht anders: mit Zahnbürsten aus natürlichen Rohstoffen wie zum Beispiel Bambus. Ungiftig, unbedenklich, oftmals komplett kompostierbar – ade Müllberge!

Uns Erwachsene können solche Argumente oft sofort überzeugen, aber was ist mit den Kindern? Unsere Kinder sind die Zukunft, die Kunden der Zahnbürstenhersteller von morgen und diejenigen, welche in den kommenden Jahren unsere Müllberge erben.
Wird doch Zeit, dass Kinder lernen, dass Zähneputzen auch ohne Plastik geht, oder?

zahnbürsten kitaDie Stadt Niebüll hat sich dem Problem angenommen und verteilt seit 2015 Bambus-Zahnbürsten der Marke Hydrophil in Kitas und Grundschulen.

→ Hier geht es zum Zeitungsbericht!

Warum?
Damit die Kleinen bereits lernen, dass es nachhaltige Alternativen zu Plastikzahnbürsten gibt. Auch für viele Eltern ist das eine neue Erfahrung und vielleicht ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft!

Ich finde, es sollten auch andere Städte, Gesundheitsämter, Eltern(initiativen), Kitas, Schulen usw. auf das Thema aufmerksam machen und plastikfreie Zahnbürsten vorstellen. Ihr auch? Dann los! Werdet aktiv!

Hilfreiche Links:

♦ Groschenhexe-Artikel “müllreduziert , Zero Waste oder plastikfrei leben”
♦ Zahnbürstenhersteller “Hydrophil” (u.a. speziell für Kinder)
Zahnbürsten von SIDCO ® (u.a. speziell für Kinder)
Blogartikel von WastelandRebel über kompostierbare Zahnbürsten

 

Unverpackt einkaufen – die Groschenhexe besucht die “Butterblume” in Kassel

Geht euch der ganze Verpackungsmüll auf die Nerven? Mir auch!

Einkaufen wie im “Tante Emma Laden” früher mit selbst mitgebrachten Behältern und ohne lästige Umverpackungen – viele von uns müssen davon noch träumen! Im Supermarkt, im Discounter, im Bioladen, teilweise auch auf dem Wochenmarkt sind Produkte (in Plastik) verpackt, konsumieren ohne Müllberge zu erzeugen scheint nahezu unmöglich…

WP_20170912_12_19_59_ProAber halt, es gibt Unverpackt-Läden! An immer mehr Standorten in Deutschland (und allmählich auch im Ausland) eröffnen Geschäfte, die Waren ohne umweltverschmutzende Verpackungen anbieten. Auch in Kassel gibt es nun so einen Laden: die “Butterblume“!

Die Groschenhexe wohnt zwar nicht in Kassel, aber im 50km Umkreis zum Geschäft und als am Dienstag ein paar Termine in Kassel anstanden, war ein Stop beim Unverpackt-Laden auf der Tagesordnung.

WP_20170912_11_56_52_ProDas Geschäft bietet viele Produkte wie z.B. Getreide, Getreideflocken, Gemüse, Obst, Gewürze, Nüsse, Käse, Wurst, Backwaren oder Seife ohne Umverpackung an, zum Selberabfüllen in mitgebrachte Behältnisse.
Darüber hinaus gibt es Artikel, die in Mehrwegbehältern, Glas oder Papier verpackt sind, sowie einige Bioprodukte in (herkömmlicher) Verpackung.WP_20170912_12_14_00_Pro

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Egal ob man “nur” bio oderWP_20170912_11_56_01_Pro konsequent unverpackt einkaufen möchte, den täglichen Bedarf kann man hier gut decken.

Da die Vorräte der Groschenhexe-Familie noch gut gefüllt sind, hatte ich viel Zeit mich umzusehen, um schon mal zukünftige Käufe zu planen.
Meinen Einkaufszettel (Rohrzucker, Joghurt und Haarseife) konnte ich problemlos abarbeiten und gleich testen, wie das unverpackte Einkaufen funktioniert.

WP_20170912_15_58_54_ProWP_20170912_12_01_03_ProZuerst wurden meine mitgebrachten Vorratsdosen gewogen und das Gewicht darauf notiert.

Danach konnte ich mir mein 1. Kaufprodukt – ja ich geb es zu, Datteln standen ganz plötzlich spontan mit auf der Einkaufliste – einfüllen.

Den Rohrzucker gab es ebenfalls unverpackt, die Haarseife  ohne Folie drumherum, das Sisalsäckchen nahm ich noch dazu und der Joghurt stand im Kühlschrank im Mehrwegglas.

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Auch andere Kunden nutzen und schätzen das unverpackte Angebot und das Butterblume-Team freut sich über Produktwünsche und Anregungen.

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Während ich an der Kasse anstand und dann auch das EC-Gerät beim Kunden vor mir kurz Protest anmeldete, war Zeit für ein kleines Pläuschchen und um sich in Ruhe noch einmal umzusehen und Fotos zu machen.

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kasseWie beim Kunden vor mir wurden meine Behälter mit einer handelsüblichen Waage gewogen und das vorher notierte Gewicht abgezogen, damit nur das Gewicht den Inhalts berechnet wurde.

Preislich war der Einkauf genau wie in jedem anderen Bioladen auch, nur diesmal durften sich Resti und seine Mülleimerfreunde nicht freuen – es gab kaum Futter für sie, nur der Papiermülleimer bekam einen kleinen Bissen!

Mein Fazit nach dem Besuch in der Butterblume:

Ich komme wieder!

WP_20170912_12_14_17_ProVieles bekomme ich zwar schon unverpackt Dank Garten, örtlichem Bioladen, Hofläden,
Milchtankstelle usw., aber für so manches wird mich mein Weg zukünftig nach Kassel führen.

Danke an das Butterblume-Team und dem Kunden vor mir, dass ich Fotos machen durfte.

Bis bald!

UPDATE vom 30. April 2018:

Der Laden “Butterblume” wird vorraussichtlich zum September 2018 schließen müssen (Details und Gründe siehe → hier). Das ist sehr schade und traurig für alle, die sich ein unverpacktes Einkaufen im Raum Kassel wünschen und dafür engagiert haben.

Dem Team von der “Butterblume” wünsche ich trotzdem alles Gute für die Zukunft und allen Kunden des Geschäftes möchte ich sagen – kauft trotzdem weiter unverpackt ein, reduziert den Plastikmüll und sagt/zeigt euren Mitmenschen, wie sie weniger Müll produzieren können!

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Habt Ihr auch Lust unverpackt einzukaufen?

Listen/Karten mit Unverpackt-Läden bzw. Läden mit u.a. unverpackten Waren gibt es unter:

plastikfreiheit.de/unverpackt-geschaefte/  oder

wastelandrebel.com/de/liste-unverpackt-laeden/

 

Neue Beitragsreihe: “Meine nachhaltige Idee” startet

groschenhexe idee logo muster fertigViele Menschen haben Ideen, wie wir unsere Zukunft nachhaltiger gestalten können und engagieren sich, um das soziale Zusammenleben und die Wirtschaft zu verbessern und umweltfreundlich zu gestalten.

Aber viele Ideen und Projekte gehen in der Informationsflut unserer Zeit unter, erreichen nicht jeden und brauchen aber Unterstützer, Mitmacher oder Nachmacher!

Die Groschenhexe will kleine oder große Ideen in der Beitragsreihe “Meine nachhaltige Idee” vorstellen und somit bekannter machen und zum Selber-Aktiv-Werden anregen!

Milchschafhof Diahren, Giselherr KühnDie Reihe startet mit dem Projekt “elbwolle“. Viel Spaß beim Lesen und viel Inspiration für künftiges Tun wünscht Euch das Groschenhexe-Team.

Meine nachhaltige Idee : elbwolle

groschenhexe idee logo muster fertigDas 1. Projekt, das sich mit der Groschenhexe-Auszeichnung “Meine nachhaltige Idee” schmücken darf, ist “elbwolle“. Ausfindig gemacht hat die Groschenhexe die Projektidee auf der Crowdfundingseite Startnext.
Danke an Ute Luft für das Beantworten der Interviewfragen und zur Verfügungstellen der Fotos.

Steckbrief elbwolleMilchschafhof Diahren, Giselherr Kühn

 

 

 

 

 

 

 

Ute Luft im Interview mit der Groschenhexe:

ute_portrai1Groschenhexe:  Wie kam es dazu, dass Ihr angefangen habt, Wolle zu sammeln und weiter zu verarbeiten? Gab es einen entscheidenen Moment, in dem die Idee zu “elbwolle” geboren wurde?

Ute Luft: Ich verarbeite die Wolle von meinen eigenen Schafen schon seit elf Jahren. Anfangs alles von Hand, doch irgendwann wurden die Schafe mehr und die Wollmengen waren nicht mehr zu bewältigen.  Also habe ich gesucht, wer in Deutschland kleinere Mengen Wolle verarbeitet. Das sind weniger als eine Handvoll Betriebe in Deutschland! Gefunden habe ich eine kleine Spinnerei im Sauerland, die  mir wundervolles Strickgarn hergestellt hat. Im Laufe der Jahre habe ich dann auch für Freunde dort Garn herstellen lassen. Und so ist eher langsam die Idee für elbwolle gewachsen.

Groschenhexe: Ihr habt über Crowdfunding auf Startnext für eure erste Produktion erfolgreich Geld gesammelt, aktuell läuft bis Ende Oktober eine erneute Crowdfunding-Kampagne. Glauben Sie, elbwolle wäre auch ohne Unterstützung der Crowd erfolgreich und was wäre mit dem Projekt, wenn es keine Crowdfunding-Unterstützer gäbe?    Projekt unterstützen

Ute Luft: Auf jeden Fall würde alles viel langsamer gehen. Mit dem Crowdfunding ist die Vorfinanzierung der Produktion einfacher, es sind gleich Käufer da und das Projekt wird schneller bekannt. Müssten wir das ganz alleine stemmen, könnten wir sicher nicht jedes Jahr Wolle aufkaufen. Und es ist einfach wichtig für die Schafhalter, einen verlässlichen Aufkäufer von Wolle zu haben.

Groschenhexe: Bei “Wolle” denken viele Laien vermutlich erst einmal an kratzige Pullover, dabei kann Wolle viel mehr! Was ist Ihr persönliches Lieblingsprodukt aus (Ihrer) Wolle? sitzkissen

Ute Luft: Ich bin ganz vernarrt in unsere Wolle XXL. die macht einfach Spaß anzufassen und gleich damit etwas auszuprobieren. Dieses dicke Garn hat einen hohen „Aufforderungscharakter“, ich könnte ständig neue Dinge ausprobieren… Auf ganz andere Art faszinierend ist der Dünger aus Schafwolle. Hier kommt alles rein, das nicht zu Garn verarbeitet werden kann: kurze Fasern und alles was sehr dreckig ist. So wird aus „Abfall“ Nährstoff für den Garten – die Wolle zersetzt sich und gibt Stickstoff ab.

Groschenhexe: Elbwolle startete im Sommer 2016, also ca. vor einem Jahr, welche Bilanz würden Sie nach diesem ersten Jahr ziehen? Haben sich Ihre Erwartungen und Wünsche erfüllt?

Ute Luft: Wir haben unheimlich viel gelernt über Textilproduktion und über Schafe und ihre verschiedenen Faserqualitäten. Ich bin ein ungeduldiger Mensch, ich hatte erwartet, dass das alles schneller geht. Aber Wollproduktion braucht Zeit, und wenn man mit „kleinen Mengen“ (alles unter fünf Tonnen ist in der Textilindustrie Mindermenge) ankommt, muss man bei den Herstellern auch schon mal darauf warten, dass der Auftrag irgendwo dazwischen geschoben wird. Produktentwicklung braucht Zeit, bekannt werden braucht Zeit. Trotzdem bin ich sehr zufrieden damit, wie die Menschen auf unser Vorhaben reagieren: es wird durchweg positiv aufgenommen und wir bekommen viel Unterstützung. ute_schafe

Groschenhexe: Was würden Sie anderen Schafhaltern, Wolleliebhabern oder -verkäufern gerne sagen und für die Zukunft mit auf den Weg geben?

Ute Luft: Deutsche Wolle ist ein toller Rohstoff! Sie braucht allerdings Pflege und Sorgfalt vom Schaf bis zum Produkt: es braucht in der Schafhaltung schon den Blick auf die Qualität der Wolle, sie will schonend und mit Knowhow verarbeitet werden. Dann entstehen daraus langlebige und pflegeleichte Dinge.

Weitere Infos zum Projekt “elbwolle” findet man auf dessen Webseite oder auf Startnext (1. Crowdfunding Kampagne).


Update 09.04.2018: Das Projekt “elbwolle” war am 06. April in der NDR-Sendung “Im Wendland – Mit Träumen und Tatendrang” der Beitragsreihe “die nordstory” zu sehen!

 

Was, wie, woher? Lebensmittel nachhaltiger konsumieren

Wie kann man Lebensmittel beschaffen und gleichzeitig versuchen, die Umwelt damit zu schonen?
Essen und Trinken ohne viel Müll zu erzeugen oder unnötig fossilie Brennstoffe und andere Resourcen zu verbrauchen, ohne der regionalen Wirtschaft und ohne Pflanzen und Tieren zu schaden?

Die Groschenhexe-Familie versucht dies seit einiger Zeit umzusetzen und hat nun einmal für euch das eigene Konsumverhalten unter die Lupe genommen. Ein positives Fazit vorweg: Nachhaltiges Kosumieren spart (vor allem auf lange Sicht) auch eine Menge Geld!

Supermarkt war gestern!
Vieles produziert man inzwischen selbst, und da man meist nicht immer alles selber machen kann kauft man bio, regional, lokal dazu; vorzugsweise natürlich auch noch unverpackt. Kurze Transportwege erfordern keine Lebensmittelzusätze und sofortiger Verbrauch bzw. Verarbeitung kaum Verpackungswahn!
Natürlich muss man auch ab und an etwas dazukaufen da die Eigenproduktion entweder noch nicht ausreicht, oder das Wetter die Ernte ruiniert. Aber hier einmal ein kurzer Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten anhand der Groschenhexe-Lebensmittelplanung:

• Milch von der Milchtankstelle eines lokalen Bauern (zur eigenen Herstellung von Sahne, Butter, Joghurt, etc. sowie zum Verzehr als Milch, ebenso fettarme Milchvarianten in Eigenherstellung)

• Eier vom Hof eines lokalen Kleinbauern

• Honig aus der Region von lokalen Imkern/Bauern

• Obst/Gemüse aus dem eigenenen Garten (frisch oder eingemacht und selbst verarbeitet zu Marmeladen, Soßen, Säften, etc.)

• Essbare Pilze aus Wald, Garten und Pilzkiste

• Kräuter/Gewürze aus dem eigenen Garten (lediglich ein paar wenige fernöstliche Exoten gibt es leider nicht regional)

• Brot/Brötchen selber backen mit Mehl aus dem Bioladen/der Mühle, Kuchen und Torten selber backen

Zukauf:
- Fleisch, Fisch, Geflügel (leider sind wir noch keine Vegetarier und Tierhaltung jenseits von Haustieren selbst ist uns noch nicht vergönnt)
- Käse + Wurst
- Zucker, Mehl, exotische Gewürze, Salz & Pfeffer
- Nudeln, Reis
- Sonderwünsche (denn die hat jeder irgendwo)
- Schokolade, Kakao, Kaffee
- exotischere Obst und Gemüsesorten (Bananen)
– Hefe, Backpulver, Puddingpulver und weiteres Backzubehör

Diese Auflistung ist mit Sicherheit nicht vollständig, irgendwas übersieht man ja immer, aber man merkt: vieles ist machbar, auch ohne gleich auf komplette Selbstversorgung  umzustellen oder auf alles zu verzichten!

Die Groschenhexe-Familie ist sicherlich kein Musterbeispiel, nicht perfekt und bestimmt noch lange nicht bei Ziel angekommen, aber, so finden wir, auf einem guten Weg!

Jeder Weg beginnt mit kleinen Schritten, kleinen, langsamen Umstellungen, kleinen Erfolgen und Misserfolgen und neuen Erfahrungen. Man muss nur einfach losgehen! ;)