Dienstleistung gegen Dienstleistung

Im (Familien-)Alltag etwas vollkommen normales:  ich tue etwas für dich, du tust im Gegenzug etwas für mich. Egal ob innerhalb der Familie (z.B. Oma passt auf die Enkel auf, der Schwiegersohn pflückt ihr dafür die Äpfel vom Baum) oder unter Freunden (X brennt Y eine Musik-CD während Y beim IKEAeinkauf das Regal für X mitnimmt) – ständig tuen Menschen etwas füreinander.

Meist sehen wir diese Leistungen als sog. Gefallen an, denn innerhalb von Familien und Freunden wird dieses Hin- und Her als normal angesehen und keiner führt darüber Buch, wem er “etwas schuldet”.

Unter Fremden oder Bekannten funktioniert das System auch – sofern man zeitnah eine Gegenleistung erbringt. Dadurch lässt sich z.T. enorm Geld  (& Zeit) sparen, denn was man selbst nicht kann, können andere und diese können vielleicht die eigene Hilfe gebrauchen.
Beispiele:
Herr Meyer (Mathelehrer in Rente) bietet Mathenachhilfe an, wenn ihm jemand dafür den Vorgarten mäht oder
Frau Schulze sucht einen Umzugshelfer und bietet im Gegenzug einen selbstgebackenen Kuchen an
oder
Student Max bewohnt ein 10m² Zimmer bei Frau Heine (Rentnerin) und hilft ihr dafür 10 Stunden im Monat beim Einkaufen und Hausarbeiten.

Wichtig ist, dass Menschen es schaffen, einander zu finden, um Leistungen auszutauschen, was meist das eigentliche Problem darstellt und uns daran hindert somit Geld zu sparen.

Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

Was bringt mir das Ganze effektiv?

1). Es spart z.B. eventuell teure Handwerkerkosten, das Geld für Kinderbetreuung, die Fahrtkosten zum Markt/Geschäft  usw. und bietet einem die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten im Gegenzug zu nutzen und sinnvoll einzusetzen!
2). Es fördert das Miteinander von Menschen und hilft dabei neue Menschen kennenzulernen. Das soziale Umfeld wird somit besser vernetzt.
3). Eigene Fähigkeiten werden (eventuell entdeckt,) genutzt, eingesetzt und damit geschult.

Also: macht was Leute – und zwar füreinander!